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Schutzstreifen sollen Wolfenbütteler Straßen sicherer machen

14. Dezember 2017 von
Auf der Salzdahlumer Straße komme es laut Gutachten nur selten zum Überfahren des Schutzstreifens. Fotos: Nick Wenkel
Wolfenbüttel. Um für die Sicherheit für die Wolfenbütteler Radfahrer zu sorgen, führte das Stadt- und Verkehrsplanungsbüro (SVK) Kaulen aus Aachen im Mai 2017 eine Begutachtung der Schutzstreifen in den Straßen Im Kalten Tale, Dr.-Heinrich-Jasper-Straße und Salzdahlumer Straße durch. Im Rahmen der Bauausschusssitzung am Dienstag wurden nun die Ergebnisse vorgestellt.

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Über sechs Stunden beobachteten und analysierten die Mitarbeiter des Planungsbüros die Wolfenbütteler Straßen. Das Ergebnis: Es gebe keine Notwendigkeit die verkehrsrechtliche Anordnung aufzuheben und die Schutzstreifen zu entfernen. Das erklärte Matthias Reintjes (SVK) in der Bauausschusssitzung. Es wurden demnach keine sicherheitsrelevanten Verhaltensmuster beobachtet, die einzig auf die Schutzstreifen zurückgeführt werden könnten. Dem beobachteten Fehlverhalten sei viel mehr durch Kontrolle und Kommunikationskampagnen entgegen zu wirken. 

Streifen auf Dr.-Heinrich-Japser-Straße häufig überfahren

Wie Matthias Reintjes in seinem Gutachten erläuterte, liegt die Anzahl der Radverkehrsunfälle zwischen null und drei pro Jahr und Strecke. Die Entwicklung der Radverkehrsunfälle auf den Strecken sei im Vergleich zum stadtweiten Unfallgeschehen unauffällig. Eine signifikante Veränderung nach Markierung der Schutzstreifen könne ebenfalls nicht festgestellt werden. Ein Unfall auf der Dr.-Heinrich-Jasper-Straße sei demnach auf die Unfallursache „zu geringer Abstand bei Überholung“ zurückzuführen. Häufig überfahren werden die Schutzstreifen von den Autofahrern laut Gutachten aber nicht – zumindest auf der Salzdahlumer Straße und Im Kalten Tale. Auf der Dr.-Heinrich-Jasper Straße überfahren hingegen etwas 19 Prozent der Autofahrer den Schutzstreifen. Dies liege laut Reintjes aber wohl eher an der generellen Verkehrsführung an dieser Stelle.

Der Fahrradweg am Rosenwall soll nicht mehr befahren werden.

Fahrradstreifen für Rosenwall empfohlen

Verbesserungspotenzial liege laut Gutachten ebenfalls am Rosenwall vor. Hier sollte nach Ansicht von Matthias Reintjes eine gesicherte und einheitliche Radverkehrsführung angestrebt werden. Der ehemalige Radweg sei hier nicht mehr deutlich zu erkennen und daher auch nicht nutzbar. Reintjes empfahl den Mitgliedern des Bauausschusses, einen klaren Fahrstreifen für die Radfahrer am Rosenwall in Erwägung zu ziehen.

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