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Schule am Teichgarten soll nun doch bestehen bleiben

29. Januar 2015 von
Die Förderschulen Sprache sollen in Niedersachsen nun doch erhalten bleiben – darunter auch die Schule am Teichgarten in Wolfenbüttel. Foto: privat

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Wolfenbüttel. „Wir sind überglücklich“, sagt Axel Viktor vom Elternbeirat des Sprachheilkindergartens Löwenzahn zur Nachricht über den Bestand der Förderschulen Sprache in Niedersachsen. Gemeinsam mit zahlreichen Eltern hatte er sich für den Erhalt der Schule am Teichgarten eingesetzt (WolfenbüttelHeute.de berichtete). Doch nach den Plänen der rot-grünen Landesregierung sollten die Förderschulen Sprache geschlossen werden. Nun die Rolle rückwärts in Hannover – die vorhandenen Schulen sollen Bestandsschutz erhalten.


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Marcus Bosse. Foto: privat

Marcus Bosse. Foto: privat

„Die Förderschulen Sprache bleiben in Niedersachsen erhalten“, fasst der SPD-Landtagsabgeordnete Marcus Bosse das Vorhaben der Landesregierung zusammen. Das „Bildungschancengesetz“, das im Februar in den Landtag eingebracht und im Juni zur Abstimmung vorgelegt werden soll, werde in diesem Punkt angepasst. Unzählige Gespräche mit Betroffenen vor Ort hätten laut Bosse gezeigt, dass die Korrektur richtig sei. Eltern und Pädagogen wünschen sich in der Mehrzahl den Erhalt der Förderschulen Sprache und den Erhalt von Förderklassen mit dem Förderschwerpunkt Sprache an Grundschulen. Bosse: „Wenn Inklusion mehr Zeit braucht, dann wollen wir uns für diese große Aufgabe im Sinne der Schülerinnen und Schüler auch mehr Zeit nehmen.“ Darüber hinaus behalten Förderschulen die Aufgaben von sonderpädagogischen Förderzentren. Für die geplanten neuen Regionalstellen für Schulische Inklusion werde auf Wunsch vieler Beteiligter aus dem Dialogprozess mehr Zeit für die Weiterentwicklung der Konzepte im Detail eingeräumt.

Entscheidung zum Wohl der Kinder

Axel Viktor. Foto privat

Axel Viktor. Foto privat

„Das ist eine Entscheidung zum Wohl der Kinder“, so Axel Viktor. „Wir haben schon nicht mehr mit einem Umdenken gerechnet“, verrät er. Der letztendliche Erfolg habe aber gezeigt, dass es sich lohne, für eine Sache zu kämpfen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken. „In meinen Augen wäre es auch eine große Dummheit gewesen, so ein Kompetenzzentrum einfach zu schließen“, erklärt Viktor.

Schulleiterin Kirsten Sonnemann zeigte sich ebenfalls hoch erfreut über die Nachricht. „Nun können wir das nächste Schuljahr sicher planen“.

Was wird jetzt aus der gymnasialen Oberstufe der IGS?

Die Entscheidung in Hannover hat allerdings auch Auswirkungen auf die aktuellen Planungen zur Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der IGS Wallstraße (WolfenbüttelHeute.de berichtete). Die sollte nämlich in der Schule am Teichgarten ihren Platz finden. Ein entsprechendes Raumkonzept wurde gemeinsam zwischen dem Landkreis als Schulträger, dem Kreisschulausschuss und den beiden Schulleiterinnen erarbeitet – und im Kreistag beschlossen. Dies dürfte nun so nicht mehr umgesetzt werden können. Ursula Miege, Schulleiterin der IGS Wallstraße, verwies in einer Stellungnahme gegenüber WolfenbüttelHeute.de auf eben diesen Kreistagsbeschluss. Auf dessen Grundlage sei die Einrichtung der gymnasialen Oberstufe schließlich von der Landesschulbehörde genehmigt worden.

Landkreis prüft Auswirkungen

Der Landkreis als Schulträger wurde von der Nachricht aus Hannover überrascht. „Das ist uns so noch nicht bekannt“, erklärte Kreis-Pressesprecherin Kornelia Vogt. Ob diese Entscheidung Auswirkungen auf die gefassten Beschlüsse habe, sei nun zu prüfen.

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