Schlossplatzumbau: „Kein Recht auf Parkplatz vor der Tür“

27. Oktober 2017 von
Zurzeit wird der Schlossplatz von vielen zum Parken genutzt. Wenn die Baustelle beginnt, ist dies nicht mehr möglich. Foto: Alexander Dontscheff
Wolfenbüttel. Als Reaktion auf unseren Artikel zum Schlossplatz-Umbau erhielten wir einen Leserbrief von Dr. Frank Höwing. Dieser fragt, wo die Anwohner in der City parken sollen, wenn die Parkplätze auf dem Schlossplatz wegfallen. Auf Anfrage von regionalHeute.de teilt die Stadt mit, dass es kein Recht auf einen Parkplatz direkt vor der Tür gebe.

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Frank Höwing fragte in seinem Leserbrief: „Gibt es Informationen zum Parkraumkonzept? Wo können zum Beispiel Anwohner, die in und um die Fußgängerzone wohnen, zu denen ich auch gehöre, künftig parken? Es scheint ja fraglich, ob das Hertie-Parkhaus jemals fertig wird, jedenfalls nicht vor Beginn der Bauarbeiten auf dem Platz.“

„Auch wenn ich mich jetzt bei besagten Anwohnern vermutlich unbeliebt mache: Ja, da werden Parkplätze wegfallen und ja, da müssen auch die Anwohner sich einen anderen Parkplatz suchen, der dann vielleicht ein paar Meter weiter entfernt ist als der bisherige Standort“, lautet die Antwort von Thorsten Raedlein, Pressesprecher der Stadt Wolfenbüttel. Ein Recht auf einen Parkplatz vor der Tür oder gar einen bestimmten öffentlichen Parkplatz gebe es halt nicht – auch in anderen Städten, die gerne immer als Beispiel genannt würden, weil da alles besser sein solle.

Eine Übersichtskarte der Innenstadt mit Parkplätzen. Grafik: Stadt Wolfenbüttel

„Es wird aber auch während der Bauarbeiten auf dem Schlossplatz rund 3.000 Parkplätze in der Stadt geben (in der Nähe liegen zum Beispiel Reichsstraße/Kornmarkt, Spinnereiparkplatz, Meesche. Die Parkplätze in Wolfenbüttel sind ja auch nicht kilometerweit von der Innenstadt entfernt“, so Raedlein weiter. Anwohner mit entsprechendem Anwohnerparkausweis könnten diese alle nutzen, da es in Wolfenbüttel – anders als in anderen Städten – keine vorgeschriebenen Parkzonen für Anwohner gebe.

Solidarität einfordern

Der Stadtverwaltung sei bewusst, dass der eine oder andere Anwohner etwas Bequemlichkeit einbüßen werde und man wisse, dass Baustellen immer stören und nervig seien. „Aber ich denke, man darf auch ruhig etwas Solidarität einfordern. Die Arbeiten, die durchgeführt werden, sind für die Allgemeinheit, für die Bürger und Besucher der Stadt“, so Raedlein abschließend.

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