Polizei Wolfenbüttel meldet „normale Silvesternacht“

1. Januar 2018 von
Die Polizei hatte in der Silvesternacht einige Einsätze. Symbolfoto: Anke Donner
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Wolfenbüttel. Im Zuständigkeitsbereich der Polizei Wolfenbüttel kam es in der Silvesternacht zu einigen Einsätzen. So gab es fünf Körperverletzungen, einen Brand in der Campestraße und diversen Trunkenheitsfahrten. Zudem wurde zwei Einbrüche gemeldet.

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„Wir haben zusammengefasst aber eine ganz normale Silvesternacht erlebt. Es gab zwar einige Einsätze, aber auf den gesamten Landkreis gesehen, waren diese nicht mehr, als an anderen Silvesterabenden“, erklärt Stefan Pankratowitz, Polizeioberkommissar bei der Polizei Wolfenbüttel. Im Landkreis kam es unter anderem zu einigen Körperverletzungen und Streitereien, sowie einem Wohnungsbrand.

Wohnungsbrand in Wolfenbüttel: Glimpflich ausgegangen ist in der Neujahrsnacht ein Wohnzimmerbrand in der Campestraße. Gegen 2:05 Uhr waren Feuerwehr und Polizei zum Einsatzort entsandt worden, wo durch diese eine verrauchte Wohnung festgestellt wurde. Vermutlich hatten die Wohnungsbewohner, zwei 21- und 23-jährige Männer, arglos zuvor abgebrannte Reste von Feuerwerkskörpern auf einem Schrank abgelegt. Durch deren Restwärme sei es dann zum Brand gekommen. Der Brand konnte durch die Feuerwehr Wolfenbüttel abgelöscht werden. Glücklicherweise wurden keine Personen verletzt und der Sachschaden hielt sich in Grenzen. Die Wohnung ist jedoch trotzdem vorerst nicht bewohnbar.

Fahrzeugführer alkoholisiert und ohne Führerschein unterwegs: Im Rahmen einer Verkehrskontrolle wurde ein 23-jähriger Fahrzeugführer aus Wolfenbüttel gegen 0.50 Uhr im Bereich des Michael-Praetorius-Platzes in Wolfenbüttel kurz nach Mitternacht kontrolliert. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,66 Promille. Die weiteren Überprüfungen ergaben, dass der Fahrzeugführer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Da der Mann behauptete, den Alkohol erst nach Beendigung der Fahrt konsumiert zu haben, wurden diesem zwei Blutproben entnommen. Weiterhin wurde ihm die Weiterfahrt untersagt. Gegen den Fahrzeugführer wurde ein Ordnungswidrigkeiten- und ein Strafverfahren eingeleitet.

Diverse Körperverletzungen in der Silvesternacht

Zu insgesamt fünf körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Silvester feiernden Personen kam es in der Silvesternacht in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel.

Bereits gegen 22:15 Uhr wurde eine 22-jährige Frau im Bereich des Robert-Everlien-Platzes feige von hinten mit einem Ast von einem unbekannten, männlichen Täter niedergeschlagen. Durch diesen Schlag erlitt das Opfer eine blutende Kopfplatzwunde und musste im Klinikum ärztlich versorgt werden. Bei dem flüchtigen Täter soll es sich um eine männliche Person, etwa 1,65 Meter groß, mit dunkler Kleidung gehandelt haben. Täterhinweise nimmt die Polizei Wolfenbüttel unter der Telefonnummer 05331/933-0 entgegen.

Zu zunächst verbalen Streitigkeiten kam es kurz vor 23 Uhr in der Wasserstraße in Hornburg, in deren Verlauf der 48-jährige
Beschuldigte seinem 49-jährigen Kontrahenten mit der Hand in das Gesicht schlug und danach zu Boden stieß. Gegen den Beschuldigten wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Gegen 2:25 Uhr gerieten in der Hauptstraße in Kissenbrück zwei 26-jährige Männer in einen Streit. Während dieses Streits wurden Drohungen ausgesprochen und Schläge ausgeteilt, während sich der zweite Beteiligte mit Pfefferspray zur Wehr setzte. Gegen beide Beteiligte wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Körperverletzung, beziehungsweise wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Gegen 2:30 Uhr gerieten zwei weitere männliche Personen in einer Lokalität in dem Krambuden in Wolfenbüttel zunächst in einen verbalen Streit, in deren Verlauf der Beschuldigte dem Opfer, einem 52-jährigen Mann aus Wolfenbüttel, einen Faustschlag in das Gesicht versetzte, wodurch dieses zu Boden stürzte. Gegen den namentlich bekannten Beschuldigten, der die Örtlichkeit vor Eintreffen der Polizei bereits verlassen hatte, wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Zu einer letzten Köperverletzung kam es gegen 4:45 Uhr in der Kommißstraße. Bei der polizeilichen Befragung gab das 24-jährige, aus Österreich stammende, männliche Opfer an, von mehreren Personen geschlagen worden zu sein. Durch die Alkoholisierung und Ortsunkundigkeit des Opfers gestaltete sich die Sachverhaltsaufnahme schwierig. Das Opfer erlitt Schürfwunden im Gesicht und musste durch den Rettungsdienst ambulant behandelt werden. Im Verlauf des frühen Neujahrsmorgen meldete sich das Opfer und eine weitere Angehörige jedoch nochmals bei der Polizei und wollten nachträglich den Verlust eines Mobiltelefones anzeigen, verschwiegen jedoch, dass es zuvor bereits zu einem polizeilichen Einsatz gekommen war. Die weiteren Ermittlungen müssen ergeben, inwieweit der Verlust des Mobiltelefons mit der Körperverletzung im Zusammenhang stehen könnte.

Erneut Einbrüche in Wolfenbüttel

Zu zwei weiteren Einbrüchen in Wohnhäuser kam es zwischen Freitag 14 Uhr und Samstag 16.30 Uhr in Wolfenbüttel. Diese seien aber nicht im Zusammenhang mit der Silvesternacht zu sehen, erklärt Pankratowitz. Vielmehr seien dies Taten, die derzeit zur dunklen Jahreszeit immer wieder vorkämen. „Die Einbrühe in Wolfenbüttel beschäftigen uns in letzter Zeit sowieso“, so Pankratowitz. Da es in der jüngeren Vergangenheit zu diversen Einbrüchen in Wohnhäuser gekommen ist, weist die Polizei in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, verdächtige Beobachtungen schnellstmöglich der Polizei zu melden. Nachbarn sollten sich auch gegenseitig über Abwesenheiten von ihren Wohnhäusern informieren und ihre Objekte ausreichend gegen unbefugtes Eindringen sichern. Bei Bedarf stehen bei der Polizei Experten für diesbezügliche Beratungsgespräche, auch vor Ort, zur Verfügung.

Im ersten Fall nutzten bisher unbekannte Täter in der Zeit von Samstagmittag (30. Dezember) bis in den späten Abend die Abwesenheit der Eigentümer eines Wohnhauses im Luisenweg aus, indem sie eine Terrassentür aufhebelten und sich somit Zutritt zu den Räumlichkeiten verschafften. Nach ersten Angaben der Geschädigten seien jedoch keine
Gegenstände entwendet worden. Der Schaden wird auf circa 100 Euro geschätzt.

Im zweiten Fall verschafften sich ebenfalls bisher unbekannte Täter in der Zeit von Samstag- bis Sonntagnachmittag gewaltsam über eine Terrassentür Zugang zu einem Einfamilienhaus in der Großen Breite. Dort wurden die Räumlichkeiten durchsucht und vermutlich Schmuck im Gesamtwert von etwa 6.000 Euro entwendet. Auch hier wurde die Abwesenheit der Hauseigentümer ausgenutzt.

Hinweise nimmt die Polizei Wolfenbüttel unter der Telefonnummer 05331/933-0 entgegen.

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Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Hospizverein Wolfenbüttel: 0171/6226606
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Wolfenbüttel: 05331-9340
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