Anzeige

Podium diskutierte „Arzneimitteltests an Menschen mit Demenz?!“

14. April 2017
Blick in den gut gefüllten Saal der Kommisse mit Podiumsteilnehmer*innen (von links) Carolin Teller (Ambet B. Psychologie), Pfarrer Matthias Eggers (kath. Gemeinde Wolfenbüttel), Dr. Carola Reimann (SPD-MdB; Auss. Familie Senioren, Frauen u. Jug.), Moderatorin Ellen Arndt (Leiterin des AWO Wohn- und Pflegeheims WF), Dr. Dorothea von Nicolai, (leitende Medizinaldirektorin Gesundheitsamt Lkrs. WF), Dr. Peter Cordes (Facharzt f. Neurologie, Psychiatrie u. Psychotherapie). Foto: resch-Hoppstock
Anzeige
Wolfenbüttel. Zur Podiumsdiskussion Pro und Contra der Veränderungen im Arzneimittelgesetz hatte jetzt die AG Demenz im sozialpsychiatrischen Verbund des Landkreis WF in die Kommisse geladen.

Anzeige

Im Fokus stand insbesondere die neue gesetzliche Möglichkeit, dass „nicht Einwilligungsfähige“ – also z. B. Menschen mit Demenz – unter bestimmten Bedingungen als Probanden an Arzneimitteltests teilnehmen können. Dieser Sachverhalt wurde von den lokalen Fachleuten Dr. Peter Cordes (Facharzt f. Neurologie, Psychiatrie u. Psychotherapie), Pfarrer Matthias Eggers (kath. Gemeinde Wolfenbüttel), Dr. Dorothea von Nicolai, (leitende Medizinaldirektorin Gesundheitsamt Lkrs. WF), Carolin Teller (Ambet B. Psychologie) und Dr. Carola Reimann (SPD-MdB; Auss. Familie Senioren, Frauen u. Jug.) unter ethisch-moralischen Aspekten ebenso wie unter wissenschaftlichen, sozialen und juristischen Sichtweisen diskutiert. Die Moderation hatte die Sprecherin der AG Demenz, Ellen Arndt (Leiterin des AWO Wohn- und Pflegeheims WF) übernommen. Einführend berichtete Carola Reimann über den gesetzgebenden Weg im Bundestag und die Aufgabenstellung der dortigen überparteilichen Ethikkommission. Nach Statements und Austausch der Podiumsteilnehmer kamen die über 40 anwesenden Plenumsteilnehmer zu Wort und brachten konkrete Fragen zur Umsetzung dieser Gesetzesreform in ihren Alltag zur Sprache.

Fachliche Sicht dargestellt

Die Mitglieder der AG Demenz, die die Veranstaltung organisiert hatten, sind Mitarbeiterinnen aus verschiedenen Altenhilfeeinrichtungen im Landkreis (Seniorenservicebüro, Klinikum, Hauspflegeverein, AWO, evang. Familienbildungsstätte, DRK, Grotjahnstiftung, Sozialdienst Gesundheitsamt, Schloß Schliestedt). Sie brachten ihre jeweilige fachliche Perspektive als Sozialarbeiter und Pflegekräfte ein und schärften den Blick für den Medikamenteneinsatz innerhalb von Einrichtungen. Deutlich wurde allen Anwesenden, dass es in dieser Fragestellung kein „richtig“ oder „falsch“ gibt, mit der jetzigen gesetzlichen Grundlage aber dem Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen stärker Rechnung getragen wird, als vorher.

Die AG Demenz gab im Schlusswort der Moderatorin bekannt, das weitere Veranstaltungen zu ähnlich gelagerten Themen, die Medizin und Gesellschaft berühren, angedacht sind. Die weiteren Termine und Themen sind jeweils der Presse im Vorfeld zu entnehmen.

Anzeige
Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: wolfenbuettel@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-21
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztliche Bereitschaftspraxis: 05331-8553990
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenschutzhaus Wolfenbüttel: 05331-41188
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Hospizverein Wolfenbüttel: 0171/6226606
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Wolfenbüttel: 05331-9340
Landkreis Wolfenbüttel: 05331-840
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Stadt Wolfenbüttel: 05331-860
Strom-Gas-Wasser-Störungsstelle der Stadtwerke Wolfenbüttel: 05331-408111
Technisches Hilfswerk (THW) Wolfenbüttel: 05 33 1 / 96 99 40
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006