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Notfall: Rettungsdienst versorgte Hunde mit Atemnot

28. Juli 2015 von
Ungewöhnliche Patienten hatte der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes am Montagabend zu versorgen. Zwei Vierbeiner waren auf die notfallmäßige Behandlung angewiesen. Foto: Werner Heise - Video: 24-7aktuell(BM)/Werner Heise

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Wolfenbüttel. Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus am Montagabend (RegionalWolfenbüttel.de berichtete) wurden drei Hunde von den Einsatzkräften aus Flammen und Rauch gerettet. Zwei Hunde litten so sehr unter den Einwirkungen der Rauchentwicklung, dass sie notfallmäßig vom Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes versorgt werden mussten.


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Es war eine ungewöhnliche Tat, die das Rettungsteam um Notarzt Boris Hohl vollbracht hat. Normalerweise versorgen die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes menschliche Patienten. Hier wissen sie im Schlaf was zu tun ist. Jeder Handgriff sitzt. Aber bei Hunden? „Das ist schon sehr ungewöhnlich“, berichtet Boris Hohl, der seit 18 Jahren Anästhesist ist und so etwas in seiner beruflichen Laufbahn bislang auch noch nicht erlebt hat. „Es war das erste Mal, dass ich einem Hund einen intravenösen Zugang gelegt habe“, erzählt Hohl und zeigt auf die Pfote des einen Hundes, von der aus ein Schlauch zu einer Infusionsflasche verläuft.

Gesundheitszustand verbesserte sich

Tierlieb zeigten sich die Retter des Deutschen Roten Kreuzes und versorgten zwei Vierbeiner, die unter der Einwirkung von Rauch litten.

Tierlieb zeigten sich die Retter des Deutschen Roten Kreuzes und versorgten zwei Vierbeiner, die unter der Einwirkung von Rauch litten.

Zwei von drei Hunden liegen im Garten auf dem Rasen des von den Flammen verwüsteten Hauses. Ihr weißes Fell ist von Ruß verschmutzt. Apathisch und mit schwacher Atmung wurden sie vorgefunden. Um sie herum hocken die Rettungsdienst-Mitarbeiter, streicheln die Tiere liebevoll und halten ihnen Sauerstoffmasken vor die Schnauze – so, als wäre es Routine. Immer wieder hört Boris Hohl mit seinem Stethoskop die Lunge der Vierbeiner ab. Auch wenn er sonst nur die Atemzüge des Menschen gewohnt ist, so erkennt er doch eine deutliche Besserung. Einer von ihnen hatte eine Flüssigkeitsansammlung in der Lunge, gegen die Hohl sogar ein Medikament gespitzt hat.

„Nur einmal im Leben“

Schon bald finden die Hunde zurück auf ihre Beine und beschnuppern ihre Retter. Der Dritte im Bunde stößt kurze Zeit später hinzu. Er hatte das Haus als erstes verlassen können und blieb nahezu unbeschadet. Der Notarzt und sein Team freuen sich unterdessen, dass ihre Hilfe fruchtet. „So etwas hat man als Notarzt wahrscheinlich nur einmal im Leben“, schließt Boris Hohl das Fazit, bevor er die Tiere einem aus Salzgitter angereisten Veterinärarzt übergeben kann.


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