Martinsgänse stammen oft aus fragwürdiger Haltung

9. November 2017
Gänse sollten artgerecht gehalten werden. Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V./Kook
Anzeige

Region. Der Gänsebraten gehört zu den Traditionen des Martinsfestes, das in den kommenden Tagen überall in Deutschland gefeiert wird. Der Deutsche Tierschutzbund weist jedoch darauf hin, dass das Leben der Martinsgänse oftmals unter tierschutzwidrigen Bedingungen verläuft und gibt Tipps für ein tierfreundliches Fest.

Anzeige

Gänse stehen bei vielen Verbrauchern nicht erst zu Weihnachten, sondern schon zu Sankt Martin auf dem Festtagsspeiseplan. Ein Großteil der Gänse stammt aus Haltungen in Polen, Ungarn oder Tschechien. Die Tiere leben dort meist dicht gedrängt, ohne Zugang zu einer Wasserstelle. Baden, Gründeln oder die wichtige Gefiederpflege sind so nicht möglich. Die meisten der aus der Intensivhaltung stammenden Tiere sind auf rasche Gewichtszunahme gezüchtet. Sie sind eigentlich zu schwer für ihre Knochen. Knochendeformationen und Schmerzen können die Folge sein. Außerdem ist es möglich, dass die Gänse aus der tierquälerischen – und deshalb in Deutschland verbotenen – Stopfleberproduktion stammen. Auch Fälle von Lebendrupf kommen immer wieder vor.

Tierfreundliche Alternativen

Wer einen Gänsebraten kauft, sollte zumindest sicher gehen, dass die Tiere aus artgerechter Haltung mit Freilauf stammen, möglichst aus Deutschland, wo die Haltungen strenger kontrolliert werden. Dabei sollte man auf die gesetzlich geschützten Kennzeichnungen „Auslaufhaltung“, „bäuerliche Auslaufhaltung“, „bäuerliche Freilandhaltung“, „Bio-“ ‚ oder „Ökogans“ achten. Letztlich bleibt aber das Ersetzen tierischer Produkte durch pflanzliche der konsequenteste Weg hin zu mehr Tierschutz in der Landwirtschaft. Der Deutsche Tierschutzbund regt daher dazu an, auf vegetarische oder vegane Alternativen zurückzugreifen. Zahlreiche Kochbücher und Köche, darunter etwa das neu erschienene Kochbuch „Tierschutz genießen“ (www.tierschutz-geniessen.de) des Deutschen Tierschutzbundes mit 80 Rezepten von 32 Profiköchen, zeigen die kulinarische Vielfalt der rein pflanzlichen Küche. Auch im Internet finden interessierte Verbraucher die passenden Rezepttipps.

Anzeige

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: wolfenbuettel@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-21
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztliche Bereitschaftspraxis: 05331-8553990
Elterntelefon: 0800 111 0 550

Deutsches Rotes Kreuz
- Servicestelle: 05331/ 9750 200
- Tafel: 05331/ 94 86 55
- Kleiderkammer: 05331/ 927 846 4
- ITZ: 05331/ 927 847-0
- Solferino: 05331/ 927 84 2880
- Pflege+Betreuung: 05331/ 9750 714
- Rettungsdienst: 05331/ 9750 612

Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenschutzhaus Wolfenbüttel: 05331-41188
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Hospizverein Wolfenbüttel: 0171/6226606
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Wolfenbüttel: 05331-9340
Landkreis Wolfenbüttel: 05331-840
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Stadt Wolfenbüttel: 05331-860
Strom-Gas-Wasser-Störungsstelle der Stadtwerke Wolfenbüttel: 05331-408111
Technisches Hilfswerk (THW) Wolfenbüttel: 05 33 1 / 96 99 40
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006