Lebensmittelüberwachung droht Personal-Engpass

12. Oktober 2017 von
Zu den Aufgaben der Lebensmittelüberwachung gehört auch die Kontrolle von und Konzessionsvergabe an Restaurants. Symbolfoto: pixabay
Landkreis. Der Lebensmittelüberwachung des Landkreises droht aufgrund von altersbedingt ausscheidenden Mitarbeitern in den kommenden Jahren ein personeller Engpass. Das geht aus einer Verwaltungsinformation hervor, die kommenden Dienstag dem Wirtschaftsausschuss und am 13. November dem Kreistag vorgelegt wird.

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Im Jahr 2002 wurde die Lebensmittelüberwachung der Stadt Wolfenbüttel mit der des Landkreises zusammengelegt. Seitdem wird diese zentral vom Landkreis wahrgenommen. Die beiden damaligen Lebensmittelkontrolleure der Stadt wurden vom Landkreis übernommen. Seitdem wurde die Lebensmittelaufsicht von drei Lebensmittelkontrolleuren unter Leitung und auf Weisung des Abteilungsleiters und seiner Stellvertreterin wahrgenommen.

Die Aufgaben der Lebensmittelüberwachung im Landkreis sind insbesondere die Durchführung von Betriebskontrollen bei Lebensmittelherstellern, im Handel und in Gaststätten, die Überprüfung landwirtschaftlicher Betriebe auf die Einhaltung der Vorgaben für Rückstände und Schadstoffe, sowie die Erteilung von Gaststättenkonzessionen. Insgesamt sei eine kontinuierliche Zunahme der einschlägigen Vorschriften zu verzeichnen, so die Verwaltungsvorlage.

Eine Ausbildung finde im Landkreis Wolfenbüttel nicht statt, da in der Vergangenheit (zuletzt im Jahr 2016) immer mehrere, qualifizierte Bewerbungen auf externe Stellenausschreibungen eingegangen seien.

Bis 2020 scheiden vier Mitarbeiter aus

Bereits zum 1. Oktober 2017 sei nunmehr ein Lebensmittelkontrolleur altersbedingt ausgeschieden. In den nächsten zwei bis drei Jahren sei zudem mit dem altersbedingten Ausscheiden des Abteilungsleiters sowie drei weiteren Mitarbeitern zu rechnen, von denen ein Mitarbeiter für die Lebensmittelkontrolle zuständig ist. Auch der die Post betreuende Mitarbeiter und der gleichfalls altersbedingt ausscheidende Mitarbeiter für das Ordnungsrecht würden teilweise Aufgaben aus dem Bereich der Lebensmittelkontrolle wahrnehmen. Spätestens im Jahr 2020 wären ohne Nachbesetzungen oder Neustrukturierung nur noch die stellvertretende Abteilungsleiterin, die Sekretärin und ein Lebensmittelkontrolleur für sämtliche Aufgaben des Amtes 322 (Verbraucherschutz und Veterinärangelegenheiten) zuständig.

Kooperation mit Goslar?

Aufgrund der sich abzeichnenden, altersbedingten Fluktuation laufen Gespräche mit dem Landkreis Goslar über eine interkommunale Zusammenarbeit. Das nächste Gespräch ist am 16. November in Goslar anberaumt. Angestrebt wird, bis Mitte des Jahres 2018 eine geeignete Lösung zu erzielen.

Derzeit keine Neueinstellung

Bis dahin könne nach Einschätzung der Abteilungsleitung der Arbeitsaufwand des nun ausgeschiedenen Lebensmittelkontrolleurs ohne Qualitätseinbußen durch die zwei Lebensmittelkontrolleure und die Abteilungsleitung wahrgenommen werden. Aus diesem Grund sei zurzeit keine Neueinstellung eines Lebensmittelkontrolleurs geplant. Eine Vorlage mit belastbaren Aussagen zur Neubesetzung der Stelle oder zu einer anderen Lösung werde voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2018 erstellt.

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