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Kluschke wieder: Die armen geliebten Bäume

18. Dezember 2014 von
Die armen geliebten Bäume. Foto: Karl-Heinz Kluschke

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In unserer grünen Gärtnerstadt geht es den Bäumen an die Wurzel. Das Autos ständig versuchen Bäume umzufahren, ist unfallstatistisch – also faktisch – belegt. Der städtische Bauausschuss geht nun aber einen Schritt weiter: Bäume sollen fallen – und das obwohl von akuter Rutschgefahr wegen eisiger Witterung bei 5 Grad nun wirklich keine Rede sein kann. Die grüne Stadtratsabgeordnete, mit dem unaussprechlichen Namen, protestierte erst dagegen und legte nun sogar ihr Mandat nieder, was damit natürlich nichts zu tun hat. In einer Baumschau oder Baum-Show, wahrscheinlich eine weitere Idee von Wolfenbüttels hyperaktiven Veranstaltungs-Erfinderin Viola Bischoff, hat eine aus Experten besetzte Jury entschieden, welche Bäume gefällt werden sollen. Unverantwortlich, meinen Umweltaktivisten – aber Dieter Bohlen setzte sich auch in dieser Jury durch. Wie immer! Dabei werden Bäume, auch in unserer Stadt, ständig mißhandelt – gerade in dieser Jahreszeit werden beispielsweise Tannen geschlagen. Oder sie werden gekocht: Ein regionales Versicherungsunternehmen lieferte gerade 14 Bäume im Topf für die Suppenküche. Als wenn Tannen Hummer wären. Sie leben ebenfalls: Es sind verholzte Pflanzen. Manche verholzte Menschen, umgangssprachlich als Holzköpfe bezeichnet, quälen Tannen indem sie sie mit nutzlosen Schmuck beschweren. Diese Idee stammt wohl auch von Frau Bischoff, nachdem sie mit ihrem Vorschlag zur Durchführung einer Weihnachtsbaum-Parade gescheitert sein soll. Stadt-Presse-Sprecher Olaf Danell wollte dies so allerdings nicht bestätigen. Aber es gibt auch Menschen in unserer Stadt, die es gut meinen mit den Tannen. Gerade in der Winterzeit holen sie die Bäume herein, ins Warme, ins Behagliche und schützen die Bäume vor Väterchen Frost. Selbst der Landtag in Hannover hat einer Tanne aus Neuerkerode Asyl gewährt, auch sie war auf der Flucht. Auch hartgesottene Kommunalpolitiker, wie der FDP-Stadtratsabgeordnete Rudolf Ordon, bekennen öffentlich, dass sie Bäume lieben. „Ich liebe doch alle„, sagte schon jemand zu Zeiten der Volkskammer. Es ist nicht abzustreiten: Weihnachten steht vor der Tür, das Fest der Liebe und Bäume! Die armen geliebten Bäume.


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Dieser Satire-Beitrag wurde von unserem Redaktions-Holz-Wurm Karl-Heinz in den Stamm einer Eiche im Oderwald geritzt und von einem unserer unterbezahlten Hochleistungs-Praktikanten mühsam abgeschrieben. Die gesamte Redaktion distanziert sich vom Inhalt und von seiner Person, weil er auch immer kalte Hände hat.


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