Klinikum feiert 125-jähriges Jubiläum

8. November 2017 von
Prof. Dr. Dirk Hausmann, Ärztlicher Direktor, Geschäftsführer Axel Burghardt, Landrätin Christiana Steinbrügge, Bürgermeister Thomas Pink und Jörg Röhmann, Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Fotos: Marian Hackert
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Wolfenbüttel. Das Städtische Klinikum Wolfenbüttel feierte in diesem Jahr sein 125-jähriges Jubiläum. Bei einer Feierstunde im Konferenzzentrum des Klinikums kamen zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, sozialem und gesundheitlichem Bereich zusammen, um gemeinsam auf das Erreichte zurückzublicken und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

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Noch ehe Geschäftsführer Axel Burghardt die zahlreichen Gäste begrüßte, stimmte die Band „Docs in the Fog“, eine Gruppe von Ärzten des Klinikums, die Gratulanten musikalisch auf die Feierlichkeiten ein. Bürgermeister Thomas Pink war es vorbehalten, das erste Grußwort des Tages an die Zuhörer zu richten. Erfreut zeigte er sich, dass das Klinikum den Wandel zu einer modernen Gesundheitseinrichtung erfolgreich vollzogen habe. Der hohe fachliche Standard und die moderne Ausstattung des Klinikums hätten der Einrichtung zu einem äußerst guten Ruf verholfen. Diesen gelte es auch in Zukunft zu wahren. Um ein Klinikum solcher Qualität würden andere Städte Wolfenbüttel beneiden, so Pink. Ein großer Dank gebühre daher den 750 Beschäftigten, die eine außerordentlich gute Arbeit leisteten. „Wir sind deshalb so gut, weil wir kommunal sind“, schloss der Bürgermeister und verwies damit auf die Tatsache, dass das Klinikum noch immer eine kommunale Einrichtung ist. Dies sei in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich.

Klinikum hat stets seine Hausaufgaben gemacht

Jörg Röhmann zeigte sich zuversichtlich, was die Zukunft des Klinikums angeht.

Auch Jörg Röhmann, seines Zeichens Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, fand ausschließlich lobende Worte. So seien in der Vergangenheit stets mutige Entscheidungen seitens der Klinikleitung und aller Beteiligten getroffen worden. Fortschritt werde im Klinikum Wolfenbüttel nicht nur gedacht, sondern täglich gelebt, resümierte Röhmann. Dazu gehöre vor allem ein bedarfsgerechter und langfristiger Plan. Hier habe das Klinikum stets seine Hausaufgaben gemacht, so der Staatssekretär. Daher sei er auch zuversichtlich, dass das Krankenhaus auch in den kommenden 125 Jahren gut gedeihen werde.

Hier steht der Mensch im Mittelpunkt 

Der große Saal des Konferenzzentrums war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Landrätin Christiana Steinbrügge hob in ihrem Grußwort den wichtigen Beitrag des Klinikums zur Patientenverfügung in der Region hervor. Zudem zeichne sich das Krankenhaus dadurch aus, dass der Mensch im Mittelpunkt stünde und jeder Patient, unabhängig von Geschlecht, Nationalität oder sonstigen Kategorisierungen, gleich behandelt werde. Vorreiter, Vordenker und Vorbild zu sein, sei nicht nur Ziel der Einrichtung, sondern gelebter Alltag, so Steinbrügge. In einem weiteren Grußwort ging Dörthe Weddige-Degenhard, Vorsitzende des Fördervereins des Städtischen Klinikums, auf die bisherigen Meilensteine in der 22-jährigen Arbeit des Fördervereins ein und bedankte sich für die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Blick auf 125-jährige Geschichte

Prof. Dr. Dirk Hausmann blickte zurück auf 125 Jahre Klinikgeschichte.

Prof. Dr. Dirk Hausmann, Ärztlicher Direktor, nahm anschließend die Gäste mit auf eine Reise durch die 125-jährige Geschichte des Klinikums. So machte die Stadt 1892 mit einem Ratsbeschluss den Weg für die Errichtung eines eigenen Krankenhauses an der Oder frei. 145.000 Mark wurde dafür von der Stadt beigesteuert. Was dann in den folgenden Jahrzehnten passierte, kann man getrost unter dem Titel Erfolgsstory verbuchen. Unter Leitung von Prof. Pflücker wurden moderne medizinische Gerätschaften wie eine Röntgenabteilung und ein leistungsfähiges Mikroskop angeschafft. Eine hauseigene Apotheke wurde bereits 1907 eingerichtet und elektrischer Strom ermöglichte ab 1910 qualitativ bessere Operationen. Doch auch in der jüngeren Vergangenheit sei viel passiert. So konnte der Neubau erweitert werden, eine radiologische Praxis wurde eingerichtet, die modernste Intensivstation Norddeutschlands in Betrieb genommen und 2001 war mit dem Eintrag ins Handelsregister die Gründung der „Städtischen Klinikum Wolfenbüttel gemeinnützige Gesellschaft mbH“ offiziell vollzogen. Umfassende Renovierungen und Modernisierungen folgten und gemeinsam mit der Euradia legte das Klinikum im Jahr 2011 den Grundstein für eine hochmoderne Radiologie.  

Ausblick in die Zukunft

Die Mediziner-Band „Docs in the Fog“ sorgte für das musikalische Rahmenprogramm.

Abschließend ging Geschäftsführer Axel Burghardt in seiner Rede auf die Strategie des Städtischen Klinikums im regionalen Wettbewerb am Gesundheitsmarkt ein. So gebe es in der Region lediglich vier Krankenhäuser in öffentlicher Hand (Wolfsburg, Braunschweig, Peine und Wolfenbüttel). Immer wieder komme es vor, dass Krankenhäuser vom Markt gedrängt würden und schließen müssten, so wie jüngst das Braunschweiger Krankenhaus St. Vinzenz. Daher sei es umso wichtiger, dass sich die Stadt als Eigentümerin auch in Zukunft klar zum Klinikum bekenne, damit sich die Beschäftigten um ihre Kernaufgabe, die Versorgung der Patienten, kümmern können, erklärte Burghardt. Die gute Situation des Klinikums begründete der Geschäftsführer mit der Tatsache, erwirtschaftete Überschüsse stets in Personal, Gebäude und Ausstattung reinvestiert zu haben. Für die Zukunft habe man sich fünf Ziele gesetzt. So soll die medizinische und pflegerische Qualität so hoch wie irgend möglich gehalten werden. Gleichzeitig brauche es auch weiterhin eine gute wirtschaftliche Basis. Als dritten Punkt nannte Burghardt die Digitalisierung, auch hier dürfe man den Anschluss nicht verlieren. Darüber hinaus sei das Klinikum bestrebt, auch in Zukunft als attraktiver Arbeitgeber qualifiziertes Personal an den Standort Wolfenbüttel zu binden und nicht zuletzt sollen weitere Kooperationspartner wie niedergelassene Ärzte gewonnen werden. Nur so könne ein leistungsfähiges Klinikum auch in den nächsten Jahren in Wolfenbüttel bestehen. 

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