Kinokritik: „Justice League“ – Vereint gegen den Kino-Flopp

26. November 2017
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Die „Justice League" sorgt auf den Kinoleinwänden für Gerechtigkeit. Doch überzeugt sie auch den Filmfan? Foto/Kritik: Nick Wenkel
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Wolfenbüttel. Seit der vergangenen Woche läuft „Justice League“ im CineStar Wolfenbüttel. Das Superhelden-Team um Batman und Superman mag zwar die Herzen der Comicfans höher schlagen lassen, im Einspielergebnis sieht es derzeit aber finster aus. Woran das liegen könnte, erklärt regionalHeute.de in der Kinokritik.

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Angetrieben von seinem wiederhergestellten Glauben an die Menschheit und inspiriert durch Supermans selbstlosen Akt, wirbt Bruce Wayne um die Hilfe seiner neu entdeckten Verbündeten, Diana Prince, um sich einem noch größeren Feind entgegenzustellen.

Gemeinsam arbeiten Batman und Wonder Woman daran, ein Team von Metamenschen zu rekrutieren, um dieser neuen Gefahr Einhalt zu gebieten. Aber trotz der Gründung dieser nie dagewesenen Heldenliga – Batman, Wonder Woman, Aquaman, Cyborg und The Flash – könnte es bereits zu spät sein, um den Planeten vor einem Angriff katastrophischen Ausmaßes zu bewahren.

Kritik

Nach Man Of Steel, Batman V Superman, Suicide Squad und Wonder Woman ist „Justice League“ der fünfte Film im neuen DCEU, dem Filmuniversum der DC-Helden. Während vor allem Batman V Superman und Suicide Squad auf wenig Gegenliebe im internationalen Ranking trafen, konnte Wonder Woman Anfang dieses Jahres das Ruder rumreißen. DC-Fans erfreut es sicherlich, dass auch „Justice League“ ein wirklich guter Film geworden ist – und dies trotz der erschwerten Produktion. Aufgrund einer familiären Tragödie musste Regisseur Zack Snyder nämlich während der Dreharbeiten die Arbeit niederlegen. Es übernahm Joss Whedon (Avengers), der zahlreiche Nachdrehs veranlasste, weshalb der Film nun folglich von zwei Regisseuren gedreht wurde. Überraschenderweise jedoch für die meisten Kinogänger nicht erkennbar. Der Film wirkt trotz zweier federführenden Personen wie ein geschlossenes und in sich stimmiges Gesamtprodukt. Während Zack Snyder Cinematographie seinesgleichen sucht, weiß Whedon mit Charme und Witz zu überzeugen – eine gute Mischung, die sich auszahlt.

Superschauspieler verkörpern Superhelden

Aber auch die Schauspieler wissen zu glänzen. Ben Affleck, von den Fans liebevoll „Batfleck“ genannt, brilliert erneut als Batman und, noch viel wichtiger, als Bruce Wayne. Während der Mann hinter Maske zwar zahlreiche Action-Stunts absolviert, zeigt Affleck in den Szenen als Bruce Wayne, wie gut er die Rolle verkörpert. Ebenso Gal Gadot, die ja bereits in ihrem Solo-Abenteuer eine im wahrsten Sinne wunderbare Wonder Woman verkörperte. Doch auch die Newcomer, Ezra Miller als Flash, Jason Mamoas Aquaman und Cyborg, gespielt von Ray Fisher, sind spannende und insbesondere spaßige Mitglieder der Justice League – und allesamt wirklich gut von den Schauspielern dargestellt. Da fehlt doch einer, mag sich jetzt der Kenner denken. Superman ist natürlich auch im Film. Sein Auftritt wird hier aber nicht gespoilert. So viel sei gesagt: Wer nach diesem Film aber immer noch nicht denkt, dass Henry Cavill der „wahre Superman“ ist, dem kann auch die Justice League nicht mehr helfen.

Tolle Helden – Grausiger Bösewicht

Dass das Superhelden-Team aber nicht immer zur Stelle sein und in Nöten helfen kann, beweist der Film ebenfalls. Den neben den netten Action-Sequenzen, den witzigen Gags und den tollen Schauspielern, mangelt es vor allem an der Story – insbesondere am „Bösewicht“. Selten hat man einen so stumpfen und lahmen Antagonisten gesehen, als in einem solchen Blockbuster. Neben dem grausigen Widersacher fehlt es dem Film zudem an Rhythmus. Teilweise wirkt „Justice League“ wie eine Aneinanderreihung von vielen Clips, die zwar an sich stimmig sind, aber häufig zur abrupt enden. Dies könnte wahrscheinlich daran liegen, dass Warner Bros eine Film-Laufzeit von unter zwei Stunden verlangte. Da in „Justice League“ mit Cyborg, Aquaman und Flash gleich drei neue Charaktere eingeführt, samt Bösewicht, Rückblicke und Anspielungen, wäre der Film genau derjenige gewesen, der mehr Laufzeit hätte gebrauchen können – und nicht seine Vorgänger. Was Snyder und Whedon daraus gezaubert haben, ist also wahrlich bemerkenswert.

Fazit

„Justice League“ bleibt trotz des Schurken- und Erzählproblems ein wirklich sehenswerter Film. Die Kampfsequenzen lassen Action-Junkies Luftsprünge machen und die Lacher kommen an den durchweg richtigen Stellen. Die Chemie im Superhelden-Team könnte zudem nicht besser sein und wenn Warner Bros irgendwann einen Regisseur einfach arbeiten lässt, könnten die DCEU-Filme noch deutlich besser werden. PS: Sitzen bleiben lohnt sich – und längeres sitzenbleiben noch mehr.

3 von 5 regionalHeute.de-Punkten

Das sagen die Kinobesucher:

Wer jetzt Lust bekommen hat, den herbstlichen Abend im Kino zu verbringen, dem sei „Justice League“ wärmstens ans Herz gelegt. Tickets, Trailer und Info gibt es auf CineStar.de

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