Kinokritik zu „Transformers: The Last Knight“

29. Juni 2017
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regionalHeute.de sagt: Kein guter Film. Doch was sagen die CineStar-Besucher zum neuen Film? Fotos/Kritik: Nick Wenkel
Wolfenbüttel. Seit der letzten Woche läuft „Transformers: The Last Knight" im CineStar in Wolfenbüttel. Nach dem wirklich guten ersten Teil und den ernüchternden drei Fortsetzungen, scheint auch Transformers 5 nicht aus den Fehlern gelernt zu haben. Warum der Film aber für einige sehenswert sein könnte, verraten wir in der regionalHeute.de-Kinokritik.

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Optimus Prime (Stimme im Original: Peter Cullen) ist zu einer Suche nach den geheimnisvollen Schöpfern der Transformers aufgebrochen. Doch seine Mission in den Weiten des Weltalls nimmt eine unerwartete und schockierende Wendung, als er feststellt, dass seine Heimatwelt Cybertron in Trümmern liegt. Es gibt nur einen Weg, um den Planeten zu retten und wieder mit mechanischem Leben zu füllen. Der Schlüssel dazu ist ein mysteriöses Artefakt, das vor Jahrhunderten, zu Zeiten von König Artus (Liam Garrigan) und Merlin (Santiago Cabrera), auf der Erde versteckt wurde. Optimus kehrt auf den Planeten zurück, den er lange vor Feinden beschützt hat, doch Cade Yaeger (Mark Wahlberg) und seine Mitstreiter erkennen ihren einstigen Beschützer nicht wieder. So entbrennt ein Krieg zwischen Mensch und Maschine, an dessen Ende es nur einen Überlebenden geben kann.

Kritik:

Vor genau zehn Jahren feierte der erste Transformers Teil von Regisseur Michael Bay (Bad Boys, Pain & Gain) seine Weltpremiere in Australien. Bis 2014 folgten drei Fortsetzungen, die immer weiter an Qualität verloren. Vor drei Jahren bildete dann Teil vier, „Transformers: Ära des Untergangs“, den Höhepunkt der stumpfen Filmemacherei. Viel mehr als Explosionen konnte man dem Film nicht abgewinnen. Auch Schauspieler Mark Wahlberg, der den vorherigen Protagonisten Shia Labeouf ersetzte, konnte das Ruder nicht herumreißen. Doch „Transformers: The Last Knight“ ist, zumindest in kleinen Teilen, besser als sein Vorgänger. Was allerdings nicht allzu schwierig ist. Und wäre es nicht schon der fünfte Teil der Filmreihe, wären auch die internationalen Kritiken vielleicht ein wenig besser ausgefallen. Denn: Während der 150 Minuten – die deutlich zu lang sind – hat man als Kinozuschauer wenigstens kurzweilig das Gefühl, dass sich jemand Gedanken um die Story gemacht hat. Anders als bei Teil vier, fiebert man teilweise sogar mit. Dabei ist gerade die zweite Hälfte des Films besser als die erste. Und eins kann man Michael Bay nicht absprechen: Action-Sequenzen hat er wirklich drauf. Die Verfolgungsjagden und Kampfszenen sehen richtig gut aus und auch die 3D-Version des Films enttäuscht nicht.

Das sagen die CineStar-Besucher:

Drei Freunde, drei Meinungen. Über „Transformers: The Last Knight“ lässt sich anscheinend diskutieren.

Neuer Film, alte Macken

Der Film leidet aber leider größtenteils an den Fehlern seiner Vorgänger. Nicht einmal hat man als Kinozuschauer wirklich das Gefühl, dass es bei „Transformers – The Last Knight“ um die Roboter geht. Wieder stehen die Menschen im Mittelpunkt des Geschehens, sodass auch das Ende des Films und der schlussendliche „letzte Ritter“ wenig überrascht. Im Gegensatz zu der Fast-&-Furious-Reihe, bei der man sich trotz der übertriebenen Action und der stumpfen Handlung wirklich für die Protagonisten interessiert und mitleidet, investiert Michael Bay auch dieses Mal nicht genug, damit sich der Kinogänger mit den Filmcharakteren identifizieren kann. Das liegt folglich aber nicht an den Schauspielern, die ihre Sache den Umständen entsprechend gut machen. Neben Mark Wahlberg, der fast in allen seinen Filmen eine überzeugende Rolle spielt, überzeugt auch Transformers-Newcomerin Laura Haddock als attraktive und hochintelligente Viviane. Die 15-jährige Isabella Moner, ebenfalls Neuling im Franchise, macht ihre Sache ähnlich gut. Was ihre Aufgabe in dem Film letztlich aber war, bleibt fraglich. Hollywood-Urgestein Anthony Hopkins spielt ebenfalls gewohnt gut.

Bumblebee stiehlt die Show

Die Show stiehlt letztlich aber – wie schon in den vorherigen Teilen – Autobot Bumblebee. Kein Wunder also, dass ein Bumblebee-Solofilm bereits für das nächste Jahr angekündigt ist. „Sehr gerne, aber hoffentlich ohne Michael Bay“, mag man fast sagen. Wer sich vorab schon auf den stärksten und coolsten Transformer freute, „Optimus Prime“, sollte aber nicht allzu viel erwarten. Dieser ist höchstens 15 Minuten im Film zu sehen. Ein tolle Ergänzung hingegen ist der Butler von Sir Edmund Burton (Anthony Hopkins), genannt Cogman, ebenfalls Transformers. Dieser sorgt für die meisten Lacher während der 150 Minuten  – und das sind insgesamt überraschend wenige. Die Witze in „Transformers: The Last Knight“ wirken meist so deplatziert und aufgezwungen, dass sie höchstens für ein fremdschämendes Grinsen reichen. Teil 5 ist nun schon der zweite ohne den vorherigen Hauptdarsteller Shia Labeouf, als Sam Witwicky. Während er im vorherigen Film, „Ära des Untergangs“, aufgrund der groben Handlung nicht zwingend fehlte, wäre es in „Transformers: The Last Knight“ schon fast notwendig gewesen, ihn erneut für die Hauptrolle zu überzeugen. Mehr verraten wir aber noch nicht. Was damit genau gemeint ist, merkt ihr gegen Ende des Films.

Fazit

Für die Fans der bisherigen Transformers – und Michael-Bay-Filme ist auch bei „Transformers: The Last Knight“ eine Kinokarte sicherlich Pflicht – gerade in Betracht, dass es vielleicht der letzte ist. Tolle Actionsequenzen, einige witzige Momente und eine gut gemeinte Story reicht zwar für nettes Popcorn-Kino, jedoch lange nicht für einen guten Film. Wer eine komplexe Handlung und einen Film zum Nachdenken erwartet, ist erneut an der falschen Adresse. Aufgrund der Bildgewalt eignet sich „Transformers: The Last Knight“ jedoch am ehesten für einen Kinobesuch und weniger für die Heimkino-Version.

2 von 5 regionalHeute.de-Punkten

Infos, Tickets und weitere Trailer zum Film gibt es unter www.cinestar.de.

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