Kinokritik zu „Logan“ – Jackman nimmt Abschied

5. März 2017
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Hugh Jackman feiert mit „Logan" seinen neunten und gleichzeitig letzten Auftritt als Wolverine. Foto: Nick Wenkel / Cinestar
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Wolfenbüttel. Im Wolfenbütteler CineStar läuft seit dieser Woche „Logan". Von vielen Kritikern als Meisterwerk gefeiert, ist es Hugh Jackmans letzter Auftritt als Wolverine. Ob der Kinozuschauer wirklich auf seine Kosten kommt, zeigt regionalHeute.de in der Kritik zum Film.

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Die X-Men sind Geschichte. Zumindest ein Teil von ihnen. In naher Zukunft versucht Logan mit seiner Zeit als Wolverine abschließen. Lediglich sein ehemaliger und mittlerweile schwer gezeichneter Professor, Charles Xavier, ist stets ein Teil seines Lebens. In einem Versteck nahe der mexikanischen Grenze kümmert sich Logan um ihn. Auch er hat von den vergangenen Kämpfen deutliche Spuren davon getragen. Selbst seine sonst so starke Selbstheilungskraft ist nicht mehr wie sie einst war. Doch spätestens mit dem Auftauchen der kleinen Mutantin Laura wird Wolverine von seiner Vergangenheit eingeholt.

Kritik:

Nachdem Regisseur James Mangold und Hugh Jackman mit „Wolverine: Weg eines Kriegers“ bereits gemeinsam einen X-Men Ableger auf die Kinoleinwand brachten, durften sie nun für „Logan“ wieder zusammenarbeiten. Anders als beim ersten Film, bekam Mangold dieses Mal die komplette künstlerische Freiheit. Und das zahlt sich richtig aus. Ob man „Logan“ schon als Meisterwerk betiteln möchte, darf der Zuschauer selbst entscheiden. Es wäre zumindest aber keine abwegige Einschätzung. Unstrittig ist, dass es sich hierbei um keine gewöhnliche Comic-Verfilmung handelt – wenn man ihn überhaupt diesem Genre zuordnen kann. „Logan“ ist vor allem durch sein R-Rating und die blutige Inszenierung eher mit einem Western zu vergleichen. Nachdem 20th Century Fox bereits mit Deadpools Alterseinstufung einen neuen Weg im Comic-Genre ging, setzen sie diesen mit dem neuen Streifen meisterhaft fort. Sicher zu sagen ist jedoch, dass die Fans den Wolverine zu sehen bekommen, den sie schon seit Jahren fordern. Blutig, mürrisch und doch mit großem Herz.

Ein letztes Mal die Krallen zeigen

Hugh Jackman hatte bereits vor Veröffentlichung angekündigt, das letzte Mal in die Rolle des Wolverine zu schlüpfen. Mit „Logan“ ist ihm ein wundervoller Abschied vom Franchise und der Höhepunkt seiner schauspielerischen Darstellung gelungen. Während der ganzen 130 Minuten schafft er es der Figur die gehörige Emotionalität zu verleihen und man merkt ihm an, dass es auch für ihn genau der Film war, den er immer machen wollte. Dafne Keen hat sich mit ihrer Darstellung als Mutantin Laura fast schon einen eigenen Film gesichert. Als Zuschauer weiß man nicht so recht, ob Laura eher niedlich oder angsteinflößend ist. Getoppt wird das Ganze aber von Sir Patrick Stewart als gealtertem Charles Xavier. Würden in der nächsten Woche die Oscars verliehen werden, wäre Stewart mit seiner Darstellung ganz sicher ein Favorit auf die beste Nebenrolle – und „Logan“ in der Kategorie zum besten Film. 

Wenig zu bemängeln

Kritisieren kann der Zuschauer nicht viel. Der einzige, größere Kritikpunkt ist nicht einmal der Fehler von „Logan“. Die X-Men-Reihe hat seit dieser Woche ihren zehnten Film dazu bekommen. Mit Reboots, Standalones und Fortsetzung geriet die Zeitlinie ordentlich auseinander. Fans der Filmreihe wird es schwer fallen, den neusten Streifen zeitlich richtig einzuordnen. Am einfachsten wäre es, „Logan“ wirklich als Eigenwerk zu betrachten, ohne das Hintergrundwissen völlig auszublenden. 

Fazit:

„Logan“ ist der Film geworden, den Mangold, Jackman und die Fans seit Jahren auf der Kinoleinwand flimmern sehen wollten. Der Zuschauer darf sich auf Brutalität, Emotionalität und sehr viel Action freuen. Liebhaber der X-Men-Reihe werden mit einem weinenden und einem lachenden Auge aus dem Saal kommen. Zwar wird ist es traurig , Jackman das letzte Mal als Wolverine gesehen zu haben, aber der Abschied ist absolut nachzuvollziehen und wundervoll inszeniert. Wäre „Logan“ ein paar Wochen früher erschienen, hätten sich Schauspieler und Film-Crew ernsthafte Chancen auf einen Oscar machen können – vor allem Sir Patrick Stewart als Professor Charles Xavier.

Das sagen die Zuschauer

Um nicht zu stark in die Spoiler-Falle zu tappen, hier nur ein kleiner Auszug aus den Meinungen der Kinogäste:

Infos, Tickets und weitere Trailer zum Film gibt es unter www.cinestar.de.

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