Kinokritik: Rogue One – A Star Wars Story

18. Dezember 2016
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Der Star Wars-Fanclub aus Wolfenbüttel war ebenfalls bei der Mitternachtsvorstellung im CineStar. Foto: Nino Milizia
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Wolfenbüttel. Am Mittwoch, den 14. Dezember, feierte das langerwartete Star Wars-SpinOff "Rogue One" in einer Mitternachtsvorstellung im Cinestar seine Premiere. Vor Ort waren auch sechs Mitglieder des kürzlich gegründeten offiziellen Star Wars Fanclubs aus Wolfenbüttel.

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„Das Sternenmärchen wird zu einem Kriegsfilm“ hätte die Überschrift dieser Filmkritik auch lauten können. Denn dieses Werk ist trotz der Marke Disney nichts für Kinder. Noch nie wurde in einem Star Wars-Teil der Krieg so schmutzig abgebildet, musste man sich so oft von lieb gewonnen Charakteren verabschieden. Ohne an dieser Stelle spoilern zu wollen, erinnert die Sterblichkeitsrate der Protagonisten von Rogue One arg an die der beliebten Serie „Game of Thrones“. Die Figuren lassen sich (bis auf Ausnahme des blinden Kriegers Chirrut Îmwe) nicht von der Macht, sondern von Befehlen leiten. Im Krieg müssen unschöne Entscheidungen getroffen werden, Freund und Feind sind im Bürgerkrieg nicht immer leicht voneinander zu unterscheiden.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Luke Skywalker wird in Episode IV den Todesstern Dank einer Konstruktionsschwäche zerstören. Wo er diese Schwachstelle finden kann, geht aus dem Bauplan hervor, der erst von einem Spezialtrupp aus den Händen des Imperiums entwendet werden musste. Dieser für die Geschichte so wichtige Einsatz bildet die Handlung des ersten Star Wars-Ablegers und ist ein neuer Blickwinkel für die Anhänger der Serie und kann auch von jedem Nichtkenner des Franchise verstanden werden. Besonders der Auftritt des Oberbösewichts Darth Vader dürfte dabei die Herzen der Fans höher schlagen lassen.

Selten wurden Kämpfe so düster im Star Wars-Universum dargestellt wie hier

Auch diese Kinobesucher warfen sich dem Anlass entsprechend in Schale. Foto: Nino Milizia

Auch diese Kinobesucher warfen sich dem Anlass entsprechend in Schale. Foto: Nino Milizia

Wie immer sind aber auch hier die entscheidenden Zutaten enthalten: Die Helden, die diesmal aus einem zusammen gewürfeltem Haufen bestehen. Jyn Erso, gespielt von Felicity Jones, ist die schlagkräftige Amazone, die eine besondere Rolle in den Verstrickungen rund um den Todesstern inne hat und den emotionalen Anker der Geschichte verkörpert. Ihr zur Seite stehen der Spion Cassian Andor (Diego Luna), der Imperiumdeserteur und Pilot Bodhi Rook (Riz Ahmed), der blinde nach dem Jedi-Kodex lebende Chirrut Îmwe (Donnie Yen) und sein Sidekick Baze Malbus (Jiang Wen). Oscar-Preisträger Forest Whitaker als Rebellen-Guerilla Saw Gerrera und Mads Mikkelsen als Vater von Jyn und tragischste Figur geben dem Film eine weitere, düstere Note. Überhaupt wirkt Rogue One sehr erwachsen. Die Maxime lautet „Ein Menschenleben zählt nichts, wenn das übergeordnete Ziel nicht erreicht wird“. Also geht es die meiste Zeit um Selbstaufgabe, für Romanzen ist nicht viel Platz, um Gefallene kann nicht lang getrauert werden und eine für große, rauschende Party, wie wir sie noch in Episode VI sahen, ist auch keine Zeit. Allenfalls ein kurzer Blick auf eine weitere uns bekannte Person, die den Bogen zur weiteren Geschichte schlägt, muss reichen.

Ob ein ernster Kriegsfilm, zwischendurch mit witzigen Gags eines Droiden gespickt, tatsächlich der Film ist, auf den die Community gewartet hat, muss sich erst noch zeigen. Uns und einem Großteil des Wolfenbütteler Publikums hat er jedenfalls grandios gefallen.

Die Stimmen einiger Besucher des Cinestar in Wolfenbüttel:

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