Kinokritik: Mord im Orient Express – Ein Remake erster Klasse

11. November 2017
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regionalHeute.de hat sich Mord im Orient Express angeschaut. Foto/Podcast: Anke Donner
Wolfenbüttel. Seit Donnerstag läuft im Wolfenbütteler CineStar das Remake des Agatha Christie-Klassikers „Mord im Orient Express“. RegionalHeute.de hat sich die Neuauflage von Kenneth Charles Branagh mal angeschaut.

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In der Neuverfilmung ist nun auch Meisterdetektiv Hercule Poirot im 21. Jahrhundert angekommen. Und das nicht im Flieger oder schicken Sportwagen, sondern per Dampflok. Eine Erneuerung der Geschichte mit Special Effects, spektakulären Schusswechseln und einem unwiderstehlichen und unsterblichen Ermittler-Helden hat man dem Film Gott sei Dank erspart. Das macht Mord im Orient Express 2017 zu einem wirklich gelungenen Remake. Wer die Originalversion von Mord im Orient Express kennt, dürfte am Ende wenig überrascht sein. Stattdessen schaut man  lieber auf die Umsetzung. Und hier gibt es nichts zu meckern. Branagh hat sich recht dicht an die große Romanvorlage von Agatha Christie aus dem Jahr 1934 gehalten. Das gibt schonmal einen Pluspunkt. Weitere Pluspunkte gibt es für die beeindruckende Kulisse, die dem Kinobesucher immer wieder präsentiert wird und für die Musik. Die lieferte kein geringerer als Patrick Doyle, der schon Filme wie Harry Potter, Bridget Jones und Planet der Affen: Prevolution musikalisch bestückte. 

Und dann ist da auch noch der typisch belgische Akzent des Hercule Poirot (Kenneth Branagh), der dem Schnurrbartträger doch einen gewissen Charme verleiht. Überhaupt wurde der etwas seltsame und pedantische Charakter des „besten Detektiv der Welt“ gelungen umgesetzt. Auch die übrige Besetzung kann sich sehen lassen. Die Rolle des Hercule Poirot hat Kenneth Branagh selbst übernommen. Neben ihm schlüpfen Stars wie Penélope Cruz, Daisy Ridley, Willem Dafoe, Michelle Pfeiffer, Leslie Odom Jr., Judy Dench und Johnny Depp (wenn auch nur kurz) in die unterschiedlichen Charaktere. Und davon gibt es jede Menge in den Wagons des Orient Express. Doch wer ist der Mörder? Poirot nimmt die Fährte auf und muss sich, wie auch in der originalen Christie-Version, durch das Dickicht potentieller Mörder schlagen.

Die Handlung:

Was als luxuriöse Zugfahrt durch Europa beginnt, entwickelt sich schnell zu einer der stilvollsten, spannendsten und aufregendsten Mysterien, die je erzählt wurden. Basierend auf dem Buch der Bestsellerautorin Agatha Christie, erzählt Mord im Orient Express die Geschichte von dreizehn Fremden in einem Zug, von denen jeder ein Verdächtigter ist. Ein Mann muss gegen die Zeit ankämpfen, das Rätsel zu lösen, bevor der Mörder noch einmal zuschlägt. 

Ein Klassiker ist in der Neuzeit angekommen

Auch wenn es sich bei der Branagh-Version inzwischen um die fünfte Verfilmung handelt, kann man sich den Film getrost anschauen. Sollte es, wie am Ende des Films durch den Schnurrbart des Ermittlers angekündigt, eine Fortsetzung der Christie-Romane durch Branagh geben, bleibt zu wünschen, dass auch dieses Remake gelingt. Christie-Fans, die die klassischen Verfilmungen vorziehen würden, sei gesagt: Es lohnt sich, auch mal den Wagon zu wechseln. Denn all das, was eine Agatha Christie-Geschichte ausmacht, ist auch in der Neuverfilmung geblieben. Nur eben in ein neues und modernes Gewand verpackt. Tickets, Trailer und Infos zum Film gibt es unter www.cinestar.de. 

Das sagen die Kinobesucher: 

regionalHeute.de vergibt für „Mord im Orient Express 2017“ dreieinhalb von fünf Punkten.

 

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