Kinokritik: Kingsman 2 – Rasantes Agenten-Action-Spektakel

29. September 2017
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Kingsman 2 - The Golden Circle ist derzeit im CineStar Wolfenbüttel zu sehen. Foto und Podcast: Alexander Dontscheff
Wolfenbüttel. Vor drei Jahren konnte der auf einem Comic basierende Agenten-Actionfilm "Kingsman - The Secret Service" das Publikum begeistern. Seit einer Woche läuft die Fortsetzung "Kingsman 2 - The Golden Circle" im CineStar. Ob die Mischung aus rasanter Action, Humor und Brutalität erneut funktioniert, hat regionalHeute.de für Sie herausgefunden.

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Die Kingsman sind eine britische Geheimagentenorganisation, die sich – getarnt hinter einem Londoner Nobel-Bekleidungsgeschäft – weltweit für Sicherheit und Verbrechensbekämpfung einsetzt. Dabei firmieren die Agenten unter Decknamen, die den Rittern der Tafelrunde aus der Arthus-Sage entnommen sind. Im Mittelpunkt steht der junge Gary „Eggsy“ Unwin alias Galahad. Während der erste Teil auf der Comic-Vorlage von Mark Millar basierte, ist die Fortsetzung eine eigenständige Geschichte.

Zur Handlung:

Die im kambodschanischen Dschungel residierende Drogenbaronin Poppy Adams entsinnt einen perfiden Plan, um ihrem Geschäft zur gesellschaftlichen Anerkennung und Legalität zu verhelfen. Dafür ist ihr jedes Mittel recht. Die Kingsman sind ihr dabei im Weg. Ihrem Mitarbeiter Charlie Hesketh – einem ehemaligen Kingsman-Anwärter – gelingt es, fast die gesamte Organisation auszulöschen. Gary „Eggsy“ Unwin überlebt den Angriff, da er zum Zeitpunkt der Attacke mit seiner Freundin Prinzessin Tilde von Schweden gemeinsam bei deren Vater im Königspalast diniert. Die Suche nach den Schuldigen führt die Kingsman-Überlebenden nach Kentucky, wo – hinter einer Whisky-Destillerie versteckt – die amerikanische Partnerorganisation – die Statesman – agiert. Gemeinsam beginnt der Kampf gegen den Golden Circle – der Organisation von Poppy Adams, die mittlerweile an die Öffentlichkeit getreten ist und unter anderem versucht die USA zu erpressen. Dass deren Präsident ganz eigene Pläne hat und auch auf der Seite der „Guten“ so mancher sein eigenes Süppchen kocht sorgt dafür, dass die Kings- und Statesman so einiges zu tun bekommen.

Bewertung:

Mit einer rasanten Auto-Verfolgungsjagd durch London schmeißt einen Regisseur Matthew Vaughn relativ unvermittelt in das Geschehen von „Kingsman 2“. Doch relativ schnell findet man sich dann auch als bisher Fremder im Kingsman-Universum zurecht. Klar, dass hier James Bond Pate stand, doch auch Superheldenfilme dürften einigen Einfluss gehabt haben. Die technischen Sonderausstattungen der Agenten und ihrer Gegner sind zwar nicht übersinnlich aber trotzdem derart „over the top“, dass Q nur mit den Ohren schlackern würde. Hier liegt dann auch einer der wenigen Kritikpunkte: Die Action ist teilweise überzeichnet, so dass selbst in so einem Film die Logiklöcher stören. 

Beim (teilweise zynischen) Humor und der Gewalt toppt der Film den berühmten britischen Gentleman-Agenten um Längen, so dass der Film definitiv nichts für Kinder ist. Auch wenn alles comicartig überspitzt dargestellt ist, gibt es Szenen, deren Brutalität nichts für Zartbesaitete sind. Anders als im klassischen Agentenfilm sind auch die Gut-Böse-Zuweisungen der Rollen nicht ganz so eindeutig. Denn die Zielsetzung der Antagonistin ist im Prinzip nicht das übliche Weltherrschaftstreben aus reiner Schlechtigkeit, sondern mit der Legalisierung des Drogengeschäftes durchaus eine denkbare wirtschaftspolitische Option. Demgegenüber steht der US-amerikanische Präsident als fast noch größerer Schurke, der die Situation zu seinen Gunsten nutzen will.

Unter dem Strich ist „Kingsman 2 – The Golden Circle“ ein turbulentes Agenten-Action-Spektakel, das teils humorvoll, teils brutal gut zu unterhalten weiß. Trotz der Länge von fast zweieinhalb Stunden kommt keine Langeweile auf.

Das sagen die Zuschauer:

3,5 von 5 regionalHeute.de-Punkten

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