Kinokritik: „Guardians of the Galaxy Vol. 2″

28. April 2017
Anzeige
Mit dem echten Chris Pratt konnte regionalHeute.de im Cinestar leider nicht sprechen. Dafür aber mit ein paar freudigen Kinobesuchern. Fotos/Kritik: Nick Wenkel
Anzeige
Wolfenbüttel. Im Wolfenbütteler CineStar läuft seit dieser Woche „Guardians of the Galaxy Vol.2", die lang erwartete Fortsetzung des intergalaktischen Marvel-Hits. Ob der Film mit seinem grandiosen Vorgänger mithalten kann, zeigt regionalHeute.de in der Kinokritik.

Anzeige

Guardians of the Galaxy Vol. 2 setzt rund zwei Monate nach den Ereignissen des ersten Teils, dem erfolgreichsten Film im Sommer 2014, ein. Nachdem die Guardians, bestehend aus Peter Quill alias Starlord (Chris Pratt), Gamora (Zoe Saldana), Rocket Racoon (Bradley Cooper), Drax (Dave Batista) und Baby Groot (Vin Diesel), den Planeten Xandar und seine Bewohner vor den bösen Kree gerettet und dadurch Popularität und Ruhm erlangt haben, fliegen sie durch das All, um das Universum zu beschützen. Auf ihrer Reise treffen sie die verschiedensten Gestalten aus jeder winzigen Ecke der Galaxie, wie zum Beispiel die hochnäsigen Sovereigns, die brutalen Ravagers und eine ganz bestimmte Person, die Peter schon sein Leben lang sucht – seinen Vater, Ego (Kurt Russell).

Kritik:

Der erste Teil von Guardians of the Galaxy war 2014 der Überraschungs-Hit an den Kinokassen. Als Marvel-CEO Kevin Feige bekannt gab, dass ein Film mit einem sprechenden Waschbären und einem Baum in den Startlöchern steht, konnten viele Filmliebhaber damit erstmal nichts anfangen. Doch Regisseur James Gunn und sein ausgezeichneter Cast lieferte einen herausragenden Film, bei dem der Zuschauer auch durchaus mal zum Taschentuch greifen muss – ob bei Freudentränen vom Lachen oder einfaches Schluchzen, wenn es traurig wird. Umso überraschender ist es, dass Volume 2 die ohnehin schon hohe Erwartungshaltung toppt. Alle Aspekte des Films wirken weiterentwickelt. Die Spezialeffekte, der Humor, die Chemie der Darsteller, aber vor allem auch die hoch emotionalen Stellen. Grundsätzlich wirkt der Streifen wie die zweite Ausgabe einer Mini-Serie. Daher wählte James Gunn auch ganz passend den Beititel „Volume 2″. Da auch der Volume 3 bereits angekündigt wurde, können sich Fans auf einen langen, unterhaltsamen Film-Marathon freuen.

Das sagen die Kinobesucher

Im Podcast erklären die Kinobesucher des Cinestars, wie sie den Film fanden.

Familie ist alles

Im Zentrum der Handlung steht Peter Quill (Chris Pratt) und die Suche nach seinem Vater. Chris Pratt ist, wie schon im Teil zuvor, der klare Gruppen-Leader. Seinen Humor, mit dem er auch seine Kollegen am Set Freude bereitet, bringt der Schauspieler hervorragend auf die Kinoleinwand. Das Zusammenspiel mit seinem Vater Ego, gespielt von Hollywood-Urgestein Kurt Russell, wirkt nicht inszeniert und ist authentisch. Warum Russell die Wunschbesetzung für die Rolle war, zeigt er mit seiner charismatischen Art in jeder Sekunde seiner Leinwandzeit. Zoe Saldana (Gamora) und Karen Gillian (Nebula) spielen ein Geschwister-Paar was besser nicht harmonieren könnte. Obwohl ihre Streitpunkte oft ganz andere Dimensionen haben, können sich vielleicht doch einige Schwestern darin wiederfinden. Eine nette Ergänzung zu den eher dunklen Charakteren bietet Mantis, gespielt von Pom Klementieff. In ihrer ersten großen Hollywood-Rolle kann sie auch mit den gestanden Schauspiel-Größen mithalten und macht Hoffnungen auf einen weiteren Auftritt in Volume 3.

Wer stiehlt die Show?

Der Baum, ganz klar. Dass Baby Groot für ganz viele Lacher und vor allem gebrochene Herzen sorgen wird, war jedem Kinobesucher spätestens während des Vorspanns des Films klar. Tollpatschig, süß, neugierig – im wahrsten Sinne ein kleines Baby. Viele erinnern sich noch an die niedliche Abspann-Szene des ersten Teils, in dem Baby-Groot zu den Klängen der Jackson Five tanzt. Für Volume 2 hat sich James Gunn wieder etwas ganz besonderes für Groot-Fans einfallen lassen. Kleiner Tipp: Sitzen bleiben lohnt sich. Konkurrenz kriegt „das Bäumchen“ aber noch von zwei anderen – Drax und Yondu. Dave Batista, ehemaliger Wrestler und Gegenspieler von James Bond im Film „Spectre“, sollte spätestens ab diesem Donnerstag als gestandener Schauspieler in Hollywood angekommen sein. Es kann zweifellos gesagt sein, dass er mit seiner Verkörperung des Besserwissers Drax für die meisten Lacher im Saal sorgte. Eine Rolle spielte dabei aber sicherlich auch Regisseur James Gunn, der mit seiner Liebe zu den Figuren genau weiß, wie er sie in Szene setzt. Yondu, gespielt von Michael Rooker, war bereits mit einer kleineren Rolle in Volume 1 dabei. Im zweiten Teil bekommt er mehr zu tun und zeigt, dass er einfach ein unfassbar guter Schauspieler ist. Ohne Frage, die Überraschung des Films und das emotionale Highlight.

Tango & Cash vereint

Gewohnt bleibt der Zuschauer bei den Marvel-Filmen auch beim Abspann noch einen Moment sitzen. Kurz nach den sogenannten End-Credits flimmert noch eine Überraschung-Szene über die Leinwand, die meistens auf eine Fortsetzung deutet oder einfach lustig ist. Dieses Mal lohnt sich jedoch sogar ein längerer Verbleib im Kinosaal. Denn James Gunn enttäuscht die Fans nicht und hat ganze fünf Abspann-Szenen in den Film eingebaut. Welche das sind, verraten wir natürlich nicht. So viel sei gesagt: Ein Blick in die Comic-Bücher könnte helfen. Aber auch während der anderen 130 Minuten gibt es einige Überraschungs-Auftritte. Nach der Verpflichtung von Kurt Russell, hatten die Produzent anscheinend Lust auf das Comeback eines Kult-Duos von 1989. Denn neben Tango wird auch Cash einen Auftritt bei Guardians of the Galaxy Vol. 2 haben. In welcher Rolle er zu sehen ist, bleibt aber ein Geheimnis.

Fazit:

Mit Guardians of the Galaxy Vol. 2 hat James Gunn eine perfekte Fortsetzung zu einem herausragenden Film geliefert. Mit unglaublich viel Charme, Humor, aber auch sehr viel emotionale Tiefe ist für jeden Besucher etwas dabei. In der einen Sekunde schreit man vor Lachen und ist kurz vor dem Ersticken, in der anderen dem Heulen sehr nahe. Ein exzellenter Cast und tolle neue Ergänzungen. Auch nach so vielen Filmen wissen die Leute von Marvel noch, wie sie ihre Fans überraschen. Abgerundet wird Volume 2 von einem wundervollen Soundtrack und einer rührenden Vater-Sohn-Geschichte, die man vor dem Kinobesuch ganz anders erwartet hat. Ein Muss für jeden Fan von Comic-Verfilmungen und Komödien. Abschließend bleibt nur noch eins zu sagen: Ich bin Groot!

Infos, Tickets und weitere Trailer zum Film gibt es unter www.cinestar.de.

Anzeige
Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: wolfenbuettel@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-21
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztliche Bereitschaftspraxis: 05331-8553990
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenschutzhaus Wolfenbüttel: 05331-41188
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Hospizverein Wolfenbüttel: 0171/6226606
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Wolfenbüttel: 05331-9340
Landkreis Wolfenbüttel: 05331-840
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Stadt Wolfenbüttel: 05331-860
Strom-Gas-Wasser-Störungsstelle der Stadtwerke Wolfenbüttel: 05331-408111
Technisches Hilfswerk (THW) Wolfenbüttel: 05 33 1 / 96 99 40
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006