Kinokritik „ES“: Pennywise ist zurück

30. September 2017
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Seit Mittwoch läuft das Remake zu Stephen Kings "ES" im CineStar. regionalHeute.de hat sich den Film angeschaut. Fotos: Anke Donner
Wolfenbüttel. Am Mittwoch startete die Stephen King-Verfilmung „ES“ in den Deutschen Kinos. Auch im CineStar ist der Horror-Klassiker mit einem starken Start auf der Leinwand erschienen. regionalHeute.de hat sich die wohl bekannteste Stephen King-Story angeschaut.

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Das kann man wohl ein gelungenes Remake nennen. Bei diesen Neuverfilmungen ist es ja immer so eine Sache: Kann gut gehen, kann aber auch komplett nach hinten losgehen. Bei der Neuauflage von „ES“ ist allerdings alles gut gegangen. Regisseur Andy Muschiet hat Pennywise, den gruseligen Clown, gekonnt in das nächste Jahrtausend katapultiert. Von dem Moment an, als der Horror-Clown bedrohlich aus der Kanalisation lugt, hat er einen Spannungsbogen aufgebaut, der sich den ganzen Film über hält. Gespannt fiebert man mit den „Losern“ Billy, Richi, Stanley, Beverly, Ben und Mike über die vollen 135 Minuten mit. Sympathisch machen den Film die frechen Sprüche, die die spannenden Szenen immer mal wieder kurzzeitig unterbrechen. Gleich danach wird der Zuschauer jedoch wieder in den Gruselmodus versetzt.

Wer auf blutige Szenen spekuliert, wird nicht ganz auf seine Kosten kommen. Diese gibt es zwar in „ES“, sie werden jedoch hier und da nur sporadisch eingestreut. Der Film lebt vom Thrill – diesem unterschwelligen, unguten Gefühl, dass etwas passiert. Etwas, womit der „Meister des Horror“ schon in etlichen seiner Bücher und den dazugehörigen Verfilmungen für Gänsehaut und gesträubte Nackenhaare sorgte. 

Absolut gelungen ist die Besetzung. Hier wird einmal deutlich, dass für einen guten Film nicht zwangsläufig hochkarätige Schauspieler am Start sein müssen. Wobei: Ganz unbekannt sind die Darsteller nicht. Jaeden Lieberher, der den Billy spielt, dürfte einigen aus dem Science-Fiction-Streifen „Midnight Special“ bekannt sein. Auch Wyatt Oleff (Stanley) ist kein Unbekannter, er stand bereits für „Guardians of the Galaxy“ vor der Kamera.

Stephen-King-Fans werden im Laufe des Films stark an den Klassiker „Stand by me – Das Geheimnis eines Sommers“ erinnert. Denn in beiden Filmen kommt die enge Verbundenheit der Freunde stark zum Ausdruck. Neben dem Nervenkitzel bekommt der Kinobesucher also auch noch eine ordentliche Portion Kameradschaft und Kampfgeist. 

Der Film: 

Billy, dessen kleiner Bruder vor Monaten verschwunden ist, will sich mit dessen Tod nicht abfinden und forscht weiter im Kanalsystem seiner Heimatstadt Derry nach ihm. Unterstützt wird er von seinen Freunden, Außenseiter wie er, die von einer Gruppe älterer Jungs immer wieder terrorisiert werden. Doch die Freunde bekommen es mit einem ungleich mächtigeren Gegner zu tun, einem Clown, der sich in das verwandelt, was sein Gegenüber am meisten fürchtet. Clown „Pennywise“ kehrt immer wieder in die kleine Stadt Derry zurück, um dort sein Unwesen zu treiben – und zwar immer alle 27 Jahre. 

Und weil ein Buch mit über 1.500 Seiten, „ES“ zählt immerhin zu den längsten King-Büchern, nicht in einen 135-minütigen Film passt, darf  man sich schon auf eine Fortsetzung freuen. Diese soll 2019 in die Kinos kommen und spielt – 27 Jahre später…

Die von regionalHeute.de befragten Kinobesucher waren einer Meinung: „ES“ ist eine absolut gelungene Neuverfilmung eines Filmes, der schon vor 27 Jahren für Nervenkitzel sorgte. Wer Lust verspürt, die nun tristen Herbsttage noch ein wenig dunkler werden zu lassen, der ist in „ES“ bestens aufgehoben. Tickets und Spielzeiten gibt es unter www.cinestar.de. 

4 von 5 regionalHeute.de-Punkten

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