Kinokritik – Arrival: Ganz weit weg von Independence Day

3. Dezember 2016
Anzeige
Symbolfoto: Archiv
Anzeige

Wolfenbüttel. Seit dem 24. November läuft der hochgelobte Science-Fiction-Film "Arrival" im CineStar Wolfenbüttel. Wir wollten wissen, ob das bekannte Setting tatsächlich eine neue Geschichte erzählen kann.

Anzeige

An zwölf Orten auf der Erde sind außerirdische Raumschiffe gelandet und beschäftigen die Menschheit mit der bohrenden Frage: Was wollen sie hier? Zur Aufnahme der Kommunikation setzt das Militär eine Linguistik-Expertin (Amy Adams) ein, die die Sprache der Besucher erlernen und Antworten finden soll. So weit, so gut und auch teilweise bereits bekannt. Doch wer nun auf ein Action-Spektakel der Marke Independence Day hofft, dürfte bitter enttäuscht werden.

Arrival ist ein Film, auf den man sich einlassen muss, dessen langsamer Erzählstil vermutlich nicht jedermanns Tüte Popcorn sein dürfte. Denn was wie ein perfektes Anfangsszenario eines Scifi-Actionkrachers beginnt, transformiert sich von Minute zu Minute in etwas gänzlich anderes, schöneres und aufregenderes.

Die Sprachexpertin vertritt die Theorie, dass die Hauptbedingung für eine Entwicklung einer intelligenten Zivilisation die Sprache ist. Das eben diese unser ganzes Denken, die Funktionsweise unseres Gehirns beeinflusst. Und so sind es die Szenen des Sprachunterrichts mit Aliens, die uns über diese These grübeln lassen. Uns wird bewusst, was die Menschen trennt, wie sich so verschiedene Kulturen entwickeln konnten und wie sich Weltbilder nur wegen der Sprache unterscheiden können.

Was sich jetzt vielleicht trocken lesen mag, kommt filmisch mit solch malerischen Bildern, unglaublicher Tiefe der Hauptfigur und einer Emotionalität daher, dass spätestens das epische Ende einen umhaut. Und dafür sorgt, dass man noch lange auf der Heimfahrt über das Gesehene nachdenkt. Und ist es nicht genau das, was man von einem guten Film erwartet?

Der Regisseur Denis Villeneuve hat es mit „Arrival“ wieder getan. Nach „Sicario“ und „Prisoners“ hat er erneut philosophische Fragen geschickt in einen Unterhaltungsfilm verpackt. Er zwingt uns dazu, uns mit uns selbst zu beschäftigen, obwohl wir doch in „Prisoners“ eher auf Rache aus waren, in „Sicario“ herausfinden wollten, wer denn nun der Böse im Drogenkrieg ist und jetzt wieder einen Kampf zwischen Mensch und Alien sehen wollten.
Als nächstes steht „Blade Runner 2“ auf seiner Agenda. Eigentlich wieder die perfekte Tarnung.

So fanden die Wolfenbütteler Besucher den Film:

Anzeige
Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: wolfenbuettel@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-21
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztliche Bereitschaftspraxis: 05331-8553990
Elterntelefon: 0800 111 0 550

Deutsches Rotes Kreuz
- Servicestelle: 05331/ 9750 200
- Tafel: 05331/ 94 86 55
- Kleiderkammer: 05331/ 927 846 4
- ITZ: 05331/ 927 847-0
- Solferino: 05331/ 927 84 2880
- Pflege+Betreuung: 05331/ 9750 714
- Rettungsdienst: 05331/ 9750 612

Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenschutzhaus Wolfenbüttel: 05331-41188
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Hospizverein Wolfenbüttel: 0171/6226606
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Wolfenbüttel: 05331-9340
Landkreis Wolfenbüttel: 05331-840
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Stadt Wolfenbüttel: 05331-860
Strom-Gas-Wasser-Störungsstelle der Stadtwerke Wolfenbüttel: 05331-408111
Technisches Hilfswerk (THW) Wolfenbüttel: 05 33 1 / 96 99 40
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006