Kinokritik: Annabelle 2 – Puppen-Horror, der keinem weh tut

31. August 2017
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Der Horrorfilm "Annabelle 2" läuft derzeit im CineStar Wolfenbüttel. Fotos: Alexander Dontscheff
Wolfenbüttel. Seit einer Woche läuft im CineStar die Fortsetzung des Horrorfilms "Annabelle" - schlicht "Annabelle 2" betitelt. Doch wie gruselig ist der Film wirklich? regionalHeute.de wagte sich für Sie ins Kino.

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Die unheimliche Puppe Annabelle – die sogar ein reales Vorbild aus den 1970er Jahren haben soll – tauchte erstmals 2013 im Film „Conjuring – Die Heimsuchung“ auf, ehe sie ein Jahr später einen eigenen Film spendiert bekam. Da der Film ein Vielfaches seiner Kosten einspielte, war eine Fortsetzung nur eine Frage der Zeit. Diese liegt nun vor. Wobei Fortsetzung das falsche Wort ist, denn „Annabelle 2“ beschreibt die Vorgeschichte des ersten Teils, weswegen er im Original treffenderweise auch „Annabelle: Creation (Erschaffung)“ heißt.

Zur Handlung:

Mitte der 40er Jahre verlieren der Puppenmacher Samuel Mullins und seine Frau Esther ihr Kind Annabelle (genannt Bee) auf tragische Weise. Zwölf Jahre später nimmt das zurückgezogen lebende Paar eine Gruppe weiblicher Waisenkinder samt betreuender Nonne bei sich auf. Zuerst noch begeistert von dem großen, luxuriösen Haus der Mullins, merken die Mädchen ziemlich schnell, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Insbesondere die an Kinderlähmung leidende Janice und ihre beste Freundin Linda machen bald Erfahrungen der übersinnlichen Art. Doch keiner schenkt ihnen Glauben. Welches Geheimnis verbergen die Mullins? Warum verlässt Esther niemals ihr Zimmer? Und was ist hinter der Tür, die laut Samuel Mullins niemals geöffnet werden darf? Die Antworten erfahren die Waisenkinder schneller als ihnen lieb ist, denn eines der Mädchen kann es nicht lassen, öffnet die verbotene Tür und damit quasi das Tor zur Hölle.

Bewertung:

„Annabelle 2“ lässt sich Zeit, vielleicht etwas zu viel Zeit. Das kommt einerseits der Charakterzeichnung zu Gute. Der Zuschauer baut Sympathie zu den Mädchen auf, nimmt Teil an ihrem Schicksal als Waisenkinder, verfolgt die rührende Freundschaft zwischen Janice und Linda. Andererseits zieht sich der 110 Minuten lange Film dadurch etwas. Man fragt sich schon irgendwann. „Wann geht es denn jetzt richtig los?“. Wenn es dann soweit ist, fährt Regisseur David F. Sandberg alles auf, was das Publikum von einem Grusel- oder Horrorfilm erwartet: Jumpscares, Ekeleffekte und natürlich die unheimliche Puppe, die alles aus dem Hintergrund zu lenken scheint.

„Annabelle 2“ ist Mainstream-Horror, der einen recht geradlinigen Plot erzählt, dem jugendlichen Zielpublikum den einen oder anderen Schrecken versetzt, es aber sicherlich nicht komplett verstört zurücklässt. Man findet sich im Film auch zurecht, ohne den Vorgänger gesehen zu haben, lediglich die Schlusssequenz, die direkt an den ersten Teil anknüpft, versteht man besser mit Vorkenntnissen. 

Für einen netten Gruselspaß-Abend mit Freunden kann man „Annabelle 2“ durchaus empfehlen. Echte Horror-Freaks greifen dann aber wohl doch zu etwas „Härterem“.

Das sagen die Zuschauer:

Chantal und Lea hat der Film gefallen, allerdings nicht so gut wie der erste Teil.

2,5 von 5 regionalHeute.de-Punkten

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