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Karl-Heinz Kluschke: POLIZEI fahndet nach Funkmikrofonen

11. August 2013 von

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In Dettum wurden Funkmikrofone aus der örtlichen Sporthalle gestohlen, zufällig in der Woche, wo es in der Lessingstadt Besuch aus Rumänien gab. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Ein direkter Zusammenhang zu diesem räuberischen Vorfall und den Besuchern aus unserer Partnerstadt Satu Mare kann nicht hergestellt werden. Die Maler-Innung hat indes vier Auszubildende freigesprochen, allerdings nicht im Amtsgericht Wolfenbüttel. 

Die rumänische Gastdelegation wollte sich in unserer Lessingstadt davon überzeugen, dass die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Satu-Mare-Brücke, zwischen Grünem Platz und Feuerwehrwache, noch steht und ob daneben endlich das vor vielen Jahren politisch gewollte Fünf-Sterne-Hotel schon eröffnet wurde. Dann hätten die Rumänen ja dort schlafen können, schließlich gerieten erst kürzlich Knackies im Wolfenbütteler Gefängnis aneinander.

Die verschwundenen Funkmikrofone kamen während dieser Stippvisite nicht zum Einsatz, da die fünfköpfige Gruppe samt ihrer paar Wolfenbütteler Begleiter ohne Mikros auskam. Die Verständigung klappte nur wegen der unterschiedlichen Sprachen nicht so gut. Da die Partnerschaft aber schon seit Jahrzehnten besteht, wussten alle vorher, dass man sich untereinander nicht verständigen kann.

Die Polizei hat angekündigt beim Rosenfest, beim Kunsthandwerkermarkt und beim Sommerfest im Bio-Garten etwaig eingesetzte drahtlose Mikrofone unter die Lupe zu nehmen. Eine dafür erforderliche konvexe Sammellinse wurde dafür extra bei ortsansässigen Optikern beschlagnahmt. Die Polizei kontrolliert auch verstärkt  Autofahrer, tarnt diese Aktivitäten aber mit der Präsenz der Verkehrswacht und ermöglicht gleichzeitig Ex-Polizist Bernd Gutsche ein alljährliches Dèjá-vu-Erlebnis. Die Polizei gibt vor, die Schulwegsicherheit gerade jetzt zur Einschulung zu erhöhen. Eigentlich will sie nur gucken, ob auf der Rücksitzbank der angehaltenen Fahrzeuge aus Dettum kommend, Funkmikrofone auszumachen sind. „Da diese neumodischen Geräte kein Kabel mehr haben, können wir ihm auch nicht bis zum Täter folgen“, lässt sich ein Polizeisprecher zitieren. 

Die Rumänen stehen nicht unter Verdacht. Die Besuchergruppe hat vielmehr an den Experimentiernachmittagen teilgenommen und dabei wohl auch  Nägel in die Wurzeln von Bäumen geschlagen. Auch das sorgte für dicke Luft, aber auch die Düngetätigkeiten der Landwirte im Landkreis. Eine Kassiererin war nach eigenen Angaben so benebelt, dass sie auf einen alten Trick hineinfiel: Den sogenannten Wechseltrick. Dabei wechselt Geld seinen Besitzer. Allerdings nicht zu gleichen Teilen. Die Landwirte weisen jede Schuld zurück und verweisen auf die schnellen Wetterwechsel der letzten Tage. Die unterschiedlichen Temperaturen könnten die Kassiererin auch verwirrt haben.

Eine ortsansässige, aufstrebende Online-Tageszeitung nahm das heiße Wetter der letzten Woche zum Anlass, ihre Leser zum Eis einzuladen und fand dafür sogar einen „dummen Italiener„, der das bezahlte. Diese Erfrischung war auch dringend nötig, denn nicht nur die besagte Kassiererin tätigte unlogische Handlungen, sondern auch die Feuerwehr rückte mit ihrer Drehleiter aus, obwohl es gar nicht brannte. Das tut sie offenbar öfter: In Weddel sorgte sie für Wasser in einem Teich. Von Feuer keine Spur. Vor lauter Dankbarkeit übergaben in Groß Denkte euphorische Gesellschaftsschichten der Feuerwehr ein neues Haus. Auch dort brannte es nicht, trotz der höchsten Waldbrandwarnstufe, wegen der regenarmen Hitze der letzten Wochen.

Da nun die Ferien vorbei sind, wunderte sich ein Feuerwehrsprecher darüber, dass keine Schule brannte. Gestern bei der Einschulung der ABC-Schützen brannte noch nicht einmal der Planet auf die Eltern, Lehrer und motivierten Erst- bis Viertklässler herunter, die sich mit irgendwelchen lustigen Vorführungen abmühten. So blieb viel Schweiß erspart, erwarten die Kleinen doch nun ohnehin schweißtreibende Wochen in ungewohnter Umgebung. Die nette Kindergärtnerin, auf die ja seit dem 1. August auch in Wolfenbüttel ein Rechtsanspruch besteht, wird gegen eine Lehrerin gewechselt. Der Wechseltrick hier: Nur in der ersten Woche wird noch gemalt, ab dann wird gepaukt.

Die Polizei guckt tatenlos zu. Oder sie sichert auf der Suche nach den Dettumer Funkmikros die Schulwege. Sogar die Stadt – vorneweg Bürgermeister Thomas Pink – beteiligt sich an der Aktion und hat gestern eine autofreie Strecke der staunenden Öffentlichkeit vorgestellt. An ihrem Infostand in der Fußgängerzone präsentierte sie die Skizze vom „Hertie-Weg„. Autofrei wohlgemerkt, also keine Gefahr für die Schultüten-Racker. Sollte doch etwas passieren, gibt es im Landkreis seit dieser Woche extra eine Rollende Arztpraxis und WolfenbüttelHeute.de-Redakteure, mit Kamera und – Achtung! – Funkmikrofonen…


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