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Karl-Heinz-Kluschke: Benzinpreis-Erhöhung oder Stadt-Eroberung?

13. Juli 2013 von

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Obwohl dem Land geneigte Ägypten-Urlauber bedenkenlos ihren Urlaub antreten könnten, sind viele Wolfenbütteler verunsichert: Ist es dort wirklich sicher? Wolfenbütteler Reisekaufleute behaupten ja. Die Frage sollte vielmehr lauten: „Ist es in Wolfenbüttel sicher?“ Ein Mann, der sich Björn Casapietra nennt, drohte nämlich unlängst damit, dass er die Stadt erobern wolle. 

Wer ist dieser Mann? In den aktuellsten Enthüllungen von Edward Snowden in Moskau taucht der Name nicht auf. Handelt es sich um einen Terroristen? Um einen, der Gründe liefert, warum auch die Bundesregierung weltweite Abhörmaßnahmen toleriert?

Im Wolfenbütteler Rathaus ist man derweil verunsichert und nimmt die Drohung ernst. Bürgermeister Thomas Pink hat seinen Bauamtsleiter damit beauftragt, zu prüfen, ob und wenn bis wann, eine neue Stadtmauer errichtet werden könne. Pink befürchtet, dass Björn Casapietra nicht nur die Stadt erobern, sondern auch das Rathaus einnehmen wolle.

Die Einführung einer freiwilligen Bürgerwehr wurde erwogen, allerdings wieder verworfen, als die Mitglieder des städtischen Verwaltungsausschusses feststellten, dass sie ja bereits über eine freiwillige Feuerwehr verfügten.

Sollte dieser ominöse Björn Casapietra bei seinem Eroberungsfeldzug die Stadt in Brand stecken wollen, wäre so eine etwaige Feuersbrunst verhinderbar. Allerdings, so ist aus gut unterrichteten Feuerwehrkreisen zu vernehmen, seien die Feuerwehrleute gerade alle mit ihrem 150jährigen Geburtstag beschäftigt.

Der stellvertretende Stadtbrandmeister Detlev Gliese wurde zumindest damit beauftragt, die Sandsäcke des vergangenen Hochwassers unserer Region zu Straßensperren rund um den Stadtmarkt aufzutürmen. Damit dies von der Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt geschehen kann, werden „Klavierklänge auf dem Wochenmarkt“ und spektakuläre Vorführungen wie „David gegen Goliath“ angeboten. Um die Geschichte um den Schafhirten und den mächtigen Krieger aus dem Alten Testament nachlesen zu können, hat die Stadtbücherei Wolfenbüttel extra ihre neue Internetpräsenz hochgeladen.

Auch Open-Air-Kino und Quartiers-Spaziergänge gehören zum Ablenkungsmanöver. Letztere könnten aber auch dem drastischen Anstieg der Benzinpreise zum Ferienbeginn geschuldet sein. Sonst hätte es vielleicht noch Quartiers-Fahrten gegeben. Die Preisschraube wurde so nach oben gedreht, dass Experten bei der Wolfenbütteler Polizei nicht davon ausgehen, dass Björn Casapietra motorisiert in unsere Lessingstadt einfallen könnte.

Der aktuelle Benzin- und Diesel-Preis sorgt auch für unerwünschte Nebeneffekte: So wurden im Verlauf der vergangenen Woche in Wolfenbüttel 400 Liter Diesel abgezapft. Das sie von Mitarbeitern des Rathauses abgezapft wurden, um Molotov-Cocktails gegen Casapietras Eroberungsversuche einsetzen zu können ist unwahrscheinlich, da Diesel zum Bau solcher Benzinbomben gänzlich ungeeignet sei.

Als die Lindenhallen-Verantwortlichen von der aktuellen Spritpreis-Erhöhung hörten, entschieden sie kurzerhand Urlaub bis 4. August in Ägypten zu machen. Dort fühlen sie sich vor Björn Casapietra sicher und mit Besuchern sei auch nicht zu rechnen.

Die Landkreisverwaltung testet wegen der Preisentwicklung derzeit ein Elektroauto. Fortschrittlich, könnte man meinen. Der Landkreis hat sich aber auch gebrauchte Laptops – also den Elektroschrott eines Sponsors – für das BIZ schenken lassen. Die Entsorgung erfolgt wahrscheinlich über einen Tochterbetrieb, der Abfallwirtschaft des Landkreises in Linden, also im Erreichbarkeits-Radius des Elektrofahrzeuges.

Ein 22jähriger Mann konnte wegen der hohen Benzinpreise nur noch unter Drogeneinfluss tanken, wollte in diesem Zustand aber auch fahren. Die Polizei konnte ihn daran hindern. Schon jetzt wurden zum 18. August historische Eisenbahnen angefordert, um die Wolfenbütteler von der Straße auf die Schiene zu bekommen. Grüne Kommunalpolitiker begrüßen die Preise, hatte ihre Partei doch schon zu D-Mark-Zeiten Spritpreise von fünf Mark gefordert. Weit sei man davon ja nun nicht mehr entfernt, heißt es dort zufrieden.

In der Lessingstadt werden für Tankverweigerer und Spritsparer inzwischen Inliner-Sicherheitstrainings angeboten. Tatsächlich gehen viele Wolfenbütteler auch zu Fuß. Dadurch sehen einzelne Vertreter der Partei „Bündnis 90/ Die Grünen“ ihre Forderung nach mehr Straßenbegleitgrün als überholt an. Erste Forderungen nach Fußwegbegleitgrün werden laut.

Der Ort Achim wehrt sich schon jetzt dagegen. „Damit die mit den Bäumen uns nicht finden, haben wir das Ortsschild Achim abgebaut„, sagt ein anonymer Anti-Baum-Aktivist. Positiver Nebeneffekt: Auch Casapietra kann Achim nun nicht finden. So wird er sich auf die Eroberung der Kreisstadt konzentrieren müssen.

Die Gefahr, sich mit Zivilisationskrankheiten anzustecken steigt, je mehr Menschen sich auf den Fußwegen der Stadt bewegen. Größere Menschengruppen sollten gemieden werden. In solchen Gruppen könnte auch Björn Casapietra untertauchen, fürchten Sicherheitsberater.

Gerade bei Menschenansammlungen besteht zudem die Gefahr von sogenannten Tröpfchen-Infektionen. Gut zu wissen, dass es in Wolfenbüttel keine Ansteckungsgefahr von Masern gibt.

Übrigens: Das Standesamt bescheinigt seit dieser Woche Fehlgeburten. 


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