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9. Januar 2016
Kampf um IGS: Schulausschuss für Elternbefragung in Elm-Asse

Der Kreisausschuss für Schule und Sport hat sich in seiner jüngsten Sitzung nun für eine Elternbefragung für eine IGS in Schöppenstedt ausgesprochen. Foto: Jan Borner
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Wolfenbüttel. Das Konzept der Integrierten Gesamtschule (IGS) ist sichtlich gefragt. Sowohl in Elm-Asse, als auch in Sickte kämpfen Initiativen für die Einrichtung einer IGS in ihrer Samtgemeinde. Das Problem hierbei ist nur, dass nach Angaben der Kreisverwaltung, die Schullandschaft im Landkreis maximal noch eine weitere IGS vertrage. Der Kreisausschuss für Schule und Sport hat sich in seiner jüngsten Sitzung nun für eine Elternbefragung für eine IGS in Schöppenstedt ausgesprochen, was den Grundstein für die Einrichtung der neuen Schulform in Elm-Asse legen könnte.


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Vor der Entscheidung für oder gegen eine IGS, muss der Bedarf für die Schulform im betroffenen Schuleinzugsbereich durch eine Elternbefragung ermittelt werden. Um die Einrichtung einer IGS zu ermöglichen haben sich deshalb sowohl die „Initiative IGS für die Samtgemeinde Elm-Asse“, als auch die „IGS-Initiative Sickte/Cremlingen“ für eine solche Elternbefragung im jeweiligen Schuleinzugsbereich eingesetzt. Mit einer leichten Mehrheit sprach sich der Kreisausschuss für Schule und Sport nun aber dafür aus, zunächst lediglich eine Elternbefragung in Elm-Asse samt den Gemeinden Dettum und Evessen aus der Samtgemeinde Sickte für eine IGS in Schöppenstedt durchzuführen.

DIE GRÜNEN zunächst für Befragung in Elm-Asse

Wie Holger Barkhau von der Fraktion Bündnis90/DIE GRÜNEN erklärte, sprach sich seine Fraktion für eine Elternbefragung in Elm-Asse aus, weil nirgendwo sonst im Landkreis der Schulstandort so gefährdet sei, wie dort. Die Fraktion der GRÜNEN sei ebenso wie die Elterninititive in Elm-Asse überzeugt, dass der Schulstandort nur mit der einer IGS gerettet werden könne. Die GRÜNEN sprachen sich gegen eine gleichzeitge Elternbefragung für eine IGS in Sickte aus, weil sich die Einzugsgebiete beider Schulen teilweise überschneiden und es bei einer gleichzeitigen Befragung dazu kommen könnte, dass für keine der beiden Schulen ausreichend Bedarf gemeldet werde. Bei diesem Ausgang gäbe es gar keine neue IGS im Landkreis, was, so Holger Barkhau, die denkbar schlechteste Lösung sei. Nach der Elternbefragung für eine IGS in Schöppenstedt wolle sich die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN aber auch noch für eine Elternbefragung in Sickte und Cremlingen einsetzen. So sollen die nötigen Fakten geschaffen werden, die Grundlage für die Entscheidung für eine neue IGS sein sollen.

Kein Konsens in der SPD-Fraktion

Thomas Jakob von der SPD erklärte, dass seine Fraktion eine dritte IGS in der Fläche für sinnvoll halte. Darüber, wo diese IGS eingerichtet werden soll, herrsche innerhalb der SPD-Fraktion aber kein Konsens. Wie Thomas Jakob sagte, wolle er aber für eine Elternbefragung für eine IGS in Schöppenstedt stimmen. Die aktive Elterninitiative habe ihn überzeugt, dass die Schulform in Elm-Asse stark gefragt und eine rege Elternbeteiligung vorhanden sei. Wenn auch untergeordnet, so würden aber doch auch finanzielle Gründe dabei eine Rolle spielen, erklärte Thomas Jakob. Wie die Landkreisverwaltung mitteilte, würde die Einrichtung einer IGS in Sickte nämlich voraussichtlich 9,9 Millionen Euro kosten, während die Einrichtung einer IGS in Schöppenstedt voraussichtlich nur 1,675 Millionen Euro koste.

CDU gegen eine dritte IGS

Wie Klaus Hantelmann (CDU) erklärte, stimmte die Kreistagsgruppe CDU/FDP gegen eine Elternbefragung für eine dritte IGS, da diese die geplanten gymnasialen Oberstufen für die Gesamtschulen in Wolfenbüttel gefährden könnte. Klaus Hantelmann drückte in diesem Zusammenhang auch sein Unverständnis für die im Landkreis Wolfenbüttel gepflegte „Phobie gegen eine Oberschule“ aus, die seiner Meinung nach eine gute Alternative für eine weitere IGS ist.

Mit sieben Ja-Stimmen, fünf Gegenstimmen und zwei Enthaltungen sprach sich der Ausschuss für Schule und Sport für eine Elternbefragung einer IGS in Schöppenstedt aus. Der Kreistag soll am 11. Januar dann endgültig über die Durchführung der Befragung entscheiden.


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