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In Erinnerungen schwelgen bei der 50/60er-Jahre-Ausstellung

12. November 2015 von
Museumspädagogin Cortina Teichmann und Leiterin des Museums Dr. Sandra Donner präsentieren den Trend im Bereich Mobilität und Reisen. Fotos: Max Förster
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Wolfenbüttel. Bunt, adrett, spießig und altmodisch wird es in den nächsten Monaten im Museum Schloss Wolfenbüttel zugehen. Am heutigen Donnerstagabend wird im Museum Schloss um 19.30 Uhr die Sonderausstellung „Wolfenbüttel in den 50er und 60er Jahren“ offiziell eröffnet. Die damaligen Trends vom Petticoat über die Lotusblüte als Zigarettenhalter bis hin zur Musikbox oder dem Hula-Hoop-Reifen können dann bis zum 29. März 2016 begutachtet werden.


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Die Ausstellung umfasst den Zeitrahmen von 1954 bis etwa 1966. „Wir haben uns bewusst für diesen Zeitraum entschieden“, erklärte die Leiterin des Museums Dr. Sandra Donner. Man wolle die bunte und adrette Zeit in den Vordergrund setzen und diese bewusst vom Nachkriegszeitalter abgrenzen und somit der Frage nachgehen, was denn den Zauber dieser Zeit ausmache, so Dr. Sandra Donner. Zudem wolle man die Widersprüche, die in dieser Zeit herrschten, zum Ausdruck bringen. Auf der einen Seite, dass „so leicht und bunt wirkende Leben“, so Dr. Sandra Donner und auf der anderen Seiten die verdrängende und eingeengte Seite.

Dr. Sandra Donner zeigt eine Küche aus den 50er Jahren. Foto: Max Förster

Dr. Sandra Donner zeigt eine Küche aus den 50er Jahren.

Der überwiegende Teil der ausgestellten Dinge stamme aus dem Fundus des Braunschweiger Sammlers Christian Sochacki, der hier vor allem Sachen aus dem alltäglichen Leben präsentiert. So können vollständig eingerichtete Küchen- und Wohnzimmer dargestellt werden. Die Ausstellungsstücke aus der Spielzeugabteilung seien überwiegend aus dem Bestand der Sammlerin Karin Schrey und die Puppenabteilung aus einem Sammelsurium aus Barby-Puppen habe die Sammlerin Bettina Dorfmann zur Verfügung gestellt.

Platz für Erinnerungen

Cortina Teichmann macht es sich im Liegestuhl bequem. Foto: Max Förster

Cortina Teichmann macht es sich im Liegestuhl bequem.

Die Besucherinnen und Besucher haben bei dieser Ausstellung die Möglichkeit, in alten Erinnerungen zu schwelgen. Hier gibt es Einblicke in alte Küchen- und Wohnzimmer, die durch das aufkommende Wirtschaftswunder in den 50er deutlich an Luxus zugenommen hatten. Spielzeuge, wie Kaufmannsläden, Tipp-Kick- und Ritterspiele sowie Puppenhäuser können hier betrachtet werden. In einem extra eingerichteten Ankleidezimmer, haben die Besucherinnen und Besucher die Chance, selbst in die Kleider und Mäntel der damaligen Mode zu schlüpfen und dies auch ablichten zu lassen. Und vielleicht entdecken sich einige Wolfenbütteler Bürgerinnen und Bürger auch wieder, denn es wurden auch Pappaufsteller von Wolfenbüttelern in den Räumen platziert. Außerdem finden auch skurrile Dinge und wie sie Dr. Sandra Donner nennt, „kleine Schrecklichkeiten“ der damaligen Zeit ihren Platz in der Ausstellung.

Ziel der Ausstellung

Mit der Ausstellung möchte das Museum Schloss Wolfenbüttel auf eine Zeit großer Umwälzungen und Veränderungen
zurückblicken, so Dr. Sandra Donner. Die Vergangenheit Wolfenbüttels stehe dabei genauso im Blickpunkt wie die deutsche Geschichte dieser bewegenden und bewegten Jahre. Zudem soll sie dazu dienen, „Generationen untereinander ins Gespräch zu bringen“, erklärte die Museumspädagogin Cortina Teichmann. Die offizielle Eröffnung der Ausstellung findet am heutigen Donnerstagabend um 19.30 Uhr im Museum Schloss Wolfenbüttel statt.


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