Hitzefalle Auto: Tödliche Gefahr für Haustiere

15. Juli 2017 von
Überhitzte Autos können für Tiere schnell zur Todesfalle werden. Symbolfoto: Nick Wenkel
Region. In der kommenden Woche soll das Thermometer wieder auf sommerliche Temperaturen steigen. Was den Menschen freut, ist für Tiere nicht unbedingt schön - sie gehören nämlich nicht zu „Sonnenanbetern“. Hunde können sich im Unterschied zum Menschen nicht durch Schwitzen über die Haut abkühlen. Und so wird ein überhitztes Auto schnell zur Todesfalle.

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Immer wieder gibt es Fälle, bei denen die Halter ihre Tiere im Auto zurücklassen. „Leider kommt es immer wieder vor, dass Menschen Tiere oder Kinder auch bei hohen Temperaturen im Auto lassen. Dabei reicht es auch nicht aus, wenn man die Fenster einen Spalt weit öffnet. Innerhalb kürzester Zeit herrschen im Innenraum mörderische Temperaturen“, erklärt Joachim Grande, Pressesprecher der Polizei Braunschweig.

Auch im Wolfenbütteler Raum sei nicht selten der Fall, dass Menschen ihre Tiere bei hohen Temperaturen im Auto lassen, erklärt Frank Oppermann, Pressesprecher der Polizei Wolfenbüttel. Er sagt, dass die Polizei in solchen Gefahrensituationen der richtige Ansprechpartner sei. Diese versuche dann zunächst den Inhaber des Autos zu erreichen. Im Notfall könne es allerdings auch dazu kommen, dass eine Scheibe eingeschlagen werden muss, um das Tier zu befreien. Auch wer der Meinung ist, er wäre nur einen kurzen Moment weg, dürfe nicht so handeln. Sollte Bürgern und Bürgerinnen auffallen, dass solch eine Gefahrensituation vorliegt, sollten diese nicht zögern und die Polizei alarmieren, damit diese Schaden abwenden kann, rät die Polizei. 

Schnell über 50 Grad

Weil viele Tierhalter nicht um die Gefahren wissen, sterben jährlich unzählige Tiere, so der Deutsche Tierschutzbund. Selbst bei bewölktem oder schwülem Wetter ohne direkte Sonneneinstrahlung steige die Temperatur im parkenden Auto rasch auf 50 Grad und mehr an. Eine tödliche Falle für Tiere. Manche würden zudem vergessen, dass die Sonne wandert. Die Folge: Das im Schatten abgestellte Fahrzeug steht nach kurzer Zeit wieder in der Sonne. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wäre dabei ebenso wichtig wie ein Schattenplatz, an den sich das Tier zurückziehen kann. Um große Hitze zu meiden, sollte das Gassigehen mit dem Hund in die Morgen- und Abendstunden sowie in schattige Waldgebiete verlegt werden. Auch im Käfig oder im Außengehege lebende Tiere dürfen nicht schutzlos der Sonne ausgesetzt werden. Auch hier gilt: Immer prüfen, ob das Gehege sich den ganzen Tag über im Schatten befindet.

Tödlicher Hitzeschlag – Warnsignale erkennen

Glasiger Blick, tiefrote Zunge und Hecheln mit gestrecktem Hals wären einige Anzeichen dafür, dass Hunden und Katzen die Hitze zu sehr zusetzt. Außerdem sind Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und schließlich Bewusstlosigkeit Anzeichen für einen Hitzeschlag, der im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führen kann. Wenn Symptome auftreten, die auf einen Hitzeschlag deuten, ist so schnell wie möglich ein Tierarzt aufzusuchen, so der Tierschutzbund.

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