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Handyladen-Besitzer um mehrere tausend Euro gebracht

4. Dezember 2017 von
Mohamed Miri in seinem Laden mit der Tasche voller Wasserflaschen. Foto: Anke Donner
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Wolfenbüttel. Am Dienstag soll es in einem Handyladen in der Dr. Heinrich-Jasper Straße zu einem Diebstahl von mehreren tausend Euro gekommen sein. Wie der Ladenbesitzer Mohamed Miri gegenüber regionalHeute.de erklärte, wurde er von dem Dieb, der als Verkäufer auftrat, mit einem Messer bedroht.

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Am Dienstag in den Mittagsstunden sei ein Mann in den Laden von Mohamed Miri gekommen und habe auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Kunde gewirkt. „Ich habe auch einen An- und Verkauf und der Mann bot mir ein Handy und ein Mac Book zum Kauf an. Ich sah mir die Ware an und hatte nichts dran auszusetzen. Ich wollte die Ware kaufen“, schildert Mohamed Miri. Kurz darauf habe ihm der Mann mitgeteilt, dass er noch weitere Ware hätte. Darunter Smartphones, Laptops und Tablets. Auch diese Geräte habe sich Miri angesehen und schließlich in den Kauf eingewilligt. Mehrere tausend Euro sollten dann den Besitzer wechseln. Die Frage des Verkäufers, der mit Miri ausschließlich arabisch sprach, ob er denn genug Geld im Haus habe, konnte Mohamed Miri mit ja beantworten. 

Wasser statt Multimedia

„Ich bin dann nach hinten gegangen und habe das Geld geholt. Als ich wieder in den Laden kam, stand der Mann mit einem Messer vor mir und verlangte das Geld. Ich habe ihm das dann auch gegeben. Dann ist der Mann aus dem Laden gerannt und war weg. Er hat sogar die Kaufverträge und die Kopien mitgenommen. Die Tasche mit den Geräten stand aber noch hier im Laden. Als ich aber reinschaute, waren da nur Wasserflaschen drin“, sagt Mohamed. Überhaupt sei ihm im Nachhinein alles sehr merkwürdig vorgekommen. „Immer wenn ich die Ware angucken wollte, hat er sie wieder schnell in die Tasche gepackt. Er hat mich damit total durcheinander gebracht. Zudem kam er ausgerechnet zu einer Zeit, in der ich alleine im Laden war. Ich bin sonst nie alleine hier. Aber an diesem Tag schon. Außerdem ist mir aufgefallen, dass er Kopfhörer trug. Ich bin mir sicher, dass er mit noch einer Person in Verbindung stand“, so der Ladenbesitzer. Außerdem habe Miri später erfahren, dass bereits am Freitag ein weißer Lieferwagen vor seinem Geschäft stand. „Ich bin mir sicher, dass man mich schon vorher beobachtet hat“, sagt Mohamed Miri. 

Nachdem der Mann mit dem Geld abgehauen war, rief Miri die Polizei. Die kam auch und hat den Fall aufgenommen. Die Tasche mit den Wasserflaschen hat sie im Laden gelassen. „Die Polizei hat aber gute Arbeit geleistet. Ich habe gesehen, wie sie nach dem Überfall Streife gefahren sind. Ich möchte, dass mit meiner Aussage der Täter gefasst wird, der mich so sehr unter Druck gesetzt hat. Außerdem habe ich andere Händler in der Umgebung angerufen und sie gewarnt“, schildert Miri. 

Den Täter kann er als 1,80 Meter groß mit dunklen, kurzen Haaren und einem leichten Kinnbart beschreiben. „Ich habe zwar eine Kamera im Laden, aber die hätte ich über eine App aktivieren müssen. Das habe ich nicht, also habe ich kein Bild von dem Mann. Ich werde aber daran etwas ändern und mich um eine richtige Kameraüberwachung kümmern. Ich möchte, dass die Kunden keine Angst haben, wenn sie in meinen Laden kommen“, schließt Mohamed Miri.

Polizei kann Sachverhalt nicht bestätigen

Die Polizei Wolfenbüttel erklärt auf Nachfrage von regionalHeute.de, dass es einen Vorfall in besagtem Laden gegeben habe. „Es gab einen Einsatz und die Polizei ermittelt auch. Den geschilderten Sachverhalt können wir aber nicht bestätigen“, teilt Frank Oppermann, Sprecher der Polizei Wolfenbüttel mit. 

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