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Gemeinde Cremlingen: „Das Jahr 2016 wird spannend“

8. Januar 2016 von
Auf Anfrage unserer Online-Tageszeitung gab der Bürgermeister der Gemeinde Cremlingen, Detlef Kaatz, einen Überblick über die geplanten Projekte und die Herausforderungen, die es in diesem Jahr zu meistern gilt. Symbolbild. Foto: Max Förster

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Cremlingen. „Das Jahr 2016 wird spannend“, prophezeite der Bürgermeister der Gemeinde Cremlingen, Detlef Kaatz. Ein eigenes Wohnungsbauprogramm, der Ausbau der Radwegeverbindung an der Landesstraße L 633, die Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses Hordorf – Hier steht so einiges auf der Agenda für das Jahr 2016. Auf Anfrage unserer Online-Tageszeitung gab der Gemeindebürgermeister einen Überblick über die geplanten Projekte und die Herausforderungen, die es in diesem Jahr zu meistern gilt.


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Eigenes Wohnungsbauprogramm in Planung

„Aufgrund der unmittelbaren Nähe zu den Oberzentren Braunschweig und Wolfsburg sind auch in der Gemeinde gute und bezahlbare Wohnungen rar.“, erklärt Detlef Kaatz. So gebe es einen Mangel an seniorengerechten und barrierefreien sowie auch an kleineren und größeren Wohnungen. Aus diesem Grund will Cremlingen laut Aussagen des Gemeindebürgermeisters mit einem eigenen Wohnungsbauprogramm starten. Erste Entscheidungen zu Neubauten, wie zum Beispiel der Anbau eines Wohnhauses in Schandelah, seien bereits getroffen worden. Entscheidungen zu Neubauten in Klein Schöppenstedt und Cremlingen stünden noch aus. Zudem schwebe die Idee im Raum, eine Wohnungsbaugesellschaft beziehungsweise eine Wohnungsbaugenossenschaft zu gründen, die diese Aufgabe befördern könne, so Detlef Kaatz.

Ausweisung von Bau- und Gewerbeland

„In der Gemeinde gibt es weiter eine hohe Nachfrage nach Bauland.“, erklärt Detlef Kaatz. Da die Gemeinde in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen hinsichtlich der Freiflächenbebauung in den Ortschaften gemacht habe, wolle man in diesem Jahr ein Baugebiet in Cremlingen am Holzweg erschließen. Auch in den Ortschaften Schandelah und Weddel plane man weitere Baugebiete zu erschließen. Zudem wolle die Gemeinde auch die anderen Ortschaften auf bauliche Entwicklungen hin überprüfen. Da freie und verfügbare Gewerbegrundstücke in der Gemeinde nicht mehr vorhanden seien, solle zudem die Erschließung eines Gewerbegebietes in Cremlingen geprüft und weitere potenzielle Gewerbeflächen dem Rat vorgeschlagen werden, so der Gemeindebürgermeister.

Verstärkung für die Flüchtlingshilfe

Eine weitere große Herausforderung bleibe auch in 2016 die Flüchtlingsunterbringung und -integration. „Wir werden hart daran arbeiten, dass die menschenwürdige Unterbringung trotz gleichbleibend hoher Zuweisungszahlen und ausgeschöpftem Wohnungsmarkt in der Gemeinde Cremlingen sozial verträglich gelingt.“, so Detlef Kaatz. Daher sei es wichtig, dass der Gemeinde zusätzlicher freier und verfügbarer Wohnraum für die Unterbringung der Neuankömmlinge zur Verfügung gestellt werde, erklärt Detlef Kaatz weiter. Ein weiterer Punkt sei der Ausbau der Flüchtlingsbetreuung. Neben den hauptamtlichen Mitarbeitern und den Mitarbeitern der Wohlfahrtsverbände sollen künftig zwei Bundesfreiwilligendienstler eingestellt werden, die die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer unterstützen sollen. Zudem verdeutlicht Detlef Kaatz die fortwährende Wichtigkeit dieser Thematik auch für das Jahr 2016: „Ich wünsche mir, dass wir alle weiter offen und verständnisvoll miteinander umgehen und die gute Diskussionsbasis trotz aller Beanspruchung auch 2016 erhalten bleibt.“

Selbstfinanzierung des Teilabschnittes der Radwegverbindung der L 633

„Die Gemeinde Cremlingen wird einen Teilabschnitt eines Radweges an der Landesstraße L 633 zwischen Cremlingen und Hordorf selbst finanzieren und bauen.“, berichtet Detlef Kaatz. Der Grund dafür, den Radweg bereits in diesem Jahr zu bauen, sei es, später ein teures Nachrüsten des Bahnüberganges, der in diesem Jahr auf der Strecke Braunschweig-Helmstedt erneuert werden soll, zu vermeiden, so Detlef Kaatz. Da die Gemeinde nun für das Land in Leistung getreten ist, gehe man davon aus, dass das Land seinen Verpflichtungen für den zweiten Teilabschnitt nachkommen werde.

Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses Hordorf

Die in 2015 gegründete ILE-Region Elm-Schunter habe das erste Förderprojekt für Basisdienstleistungen beschlossen. Demnach soll eine Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses in Hordorf vorgenommen werden, dessen Bau im April beginnen soll, erklärt Detlef Kaatz. „Das Konzept des ‚Offenen Treffs‘ kann nur vor Ort weiter diskutiert und umgesetzt werden.“, berichtet der Gemeindebürgermeister.

Für eine familienfreundliche Gemeinde

Im vergangenen Jahr sei viel in Ganztagskrippen, -kindergärten und -schulen investiert worden, so Detlef Kaatz. Aufgrund der geänderten Gebührenobergrenzen habe sich eine Arbeitsgruppe von Politik, Verwaltung und Elternvertretern formiert, die unter anderem über eine Gebührenermäßigung bei Geschwisterkindern diskutieren wolle. „Mir ist dabei wichtig: Die Familienplanung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Gute Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch und werden miteinander diskutiert.“, berichtet Detlef Kaatz.

Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes der Feuerwehren

Mit zwei Stützpunktfahrzeugen und acht Wehren mit Grundausstattung sowie modernster Feuerwehrfahrzeuge und -geräte sei die Gemeindefeuerwehr gut aufgestellt, erklärt Detlef Kaatz. Zudem sollen die Feuerwehrleute in den vergangenen Jahren eine gute Ausbildung erfahren und einen guten Dienst geleistet haben. In 2016 sollen nun auch weitere Dinge mit Hilfe der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes, der einen aktuellen und künftigen Standard festlegen soll, optimiert werden. So stellte sich nach Begutachtung der Feuerwehrhäuser heraus, dass dessen Zustand stark verbesserungswürdig sei. „Der Gemeinde ist die Gesundheit der Feuerwehrleute sehr wichtig“, erklärt Detlef Kaatz, „darum werden wir in diesem Jahr und in den nächsten Jahren einen guten Standard auch dort erreichen.“

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