Gedenkfahrt: Tausende Biker fuhren nach Braunschweig

29. April 2017 von
Am Samstagnachmittag machten sich rund 3.000 Biker zum Gedenk-Gottesdienst in den Braunschweiger Dom auf. Zwischenstopp war der Schlossplatz. Fotos/Video: Anke Donner
Braunschweig. Tausende Motorradfahrer sind am heutigen Samstag zur 30. Gedenkfahrt aufgebrochen. Ihr Weg führte sie von Salzgitter nach Braunschweig, um dort derer zu gedenken, die im vergangenen Jahr bei Motorradunfällen ums Leben gekommen sind.

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Tausende Biker brachten am heutigen Samstag acht Kreuze von Salzgitter nach Braunschweig. Die Kreuze erinnern an die Menschen, die im vergangenen Jahr in der Region auf motorisierten Zweirädern ums Leben gekommen sind. Mit ihrer 30. Gedenkfahrt unter dem Motto „Bringt den Frieden auf die Straßen“ rief die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Motorradfahrer (acm) zu einer besonnenen und rücksichtsvollen Fahrweise auf. Nach dem Start in Salzgitter versammelten sich die Motorradfahrer auf dem Braunschweiger Schlossplatz. Dort stellten sie ihre Maschinen ab und machten sich zu Fuß in Richtung Dom auf. Hier fand dann der Gedenkgottesdienst mit dem Motorradpfarrer Reinhard Arnold statt, bei dem der verstorbenen Unfallopfer der vergangenen Saison gedacht wurde.

Prozession zum Dom

Vom Schlossplatz wurden die Kreuze zum Dom getragen. Auch Landesbischof Dr. Christoph Meyns trug eines der Kreuze.

In diesem Jahr stehen die Fahrt und der Gottesdienst unter dem Motto „Bring den Frieden auf die Straße“. Dies ist auch der Titel eines Liedes, das im Gedenkgottesdienst gesungen wurde. Zum 30. Jubiläum kam auch Helmut Oes, der 95-jährige Autor des Liedes in den Dom, ebenso wie Landesbischof Dr. Christoph Meyns. Dompredigerin Cornelia Götz begrüßte die vielen Menschen im Dom, die der Gedenkstunde beiwohnten. 

Pfarrer Heiner Plochg und Pfarrer Reinhard Arnold hielten gemeinsam die Predigt.

Eine Kerze für jedes Opfer

Es sind acht Kreuze, die dieses Mal im Altarraum des Doms stehen. Sieben stehen für die, die hier in der Region auf motorisierten Zweirädern ums Leben gekommen sind. Eines der Kreuze trägt keinen Namen – es soll für all jene stehen, die ihr Leben verloren. „Ein weiteres Kreuz steht noch vor dem Altar. Es ist leer, zeigt weder Alter, noch Namen. Wir dürfen froh sein, dass dort weder Dein, noch mein Name steht. Auch nicht der eines anderen Menschen, der uns lieb und wert ist. In Gedenken all die vielen, hier und heute nicht genannten Unfallopfer unserer hoch geschätzten Mobilität, wollen wir diese letzte Kerze niedersetzen“, predigten Pfarrer Heinrich Plochg von der Kath. Pfarrgemeinde St. Joseph Hannover und Reinhard Arnold von der Kanzel, nachdem für jeden verunglückten Motorradfahrer eine Kerze angezündet und eine Schweigeminute abgehalten wurde. 

Nach dem Gottesdienst brachen die Motorradfahrer wieder in Richtung Salzgitter auf. Dort hatte die Gedenkfahrt begonnen und dort sollte sie mit einer gemeinsamen Feier enden.

Für die verunglückten Motorradfahrer wurden Kreuze aufgestellt und Kerzen angezündet.

Foto-Galerie Gedenkfahrt:

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