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14. Januar 2016
Filmkritik: „Gut zu Vögeln“

Jakob hilft Merlin bei der Suche nach einem Typen als Trostpflaster. Foto: Constantin Film
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Cinestar. Eine kurz vor der Hochzeit sitzen gelassene Frau zieht in eine ehemals reine Männer-WG und verliebt sich in einen Barkeeper, der jeden Tag eine andere Frau mit nach Hause nimmt. Klingt nach Stoff für eine typisch deutsche Liebeskomödie. Und was soll ich sagen: Klischee erfüllt!


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Da ist zum Beispiel Simon, der seine von der Trennung tief verletzte Schwester Merlin in seinem ehemaligen WG-Zimmer unterbringen will; der von der tagtäglich durchheulenden Merlin genervte Jakob, der sie krampfhaft versucht, mit anderen Typen zu verkuppeln und sein schwuler Mitbewohner Nuri, der mit dieser abstrusen Konstellation lieber nach Mykonos als nach Mallorca geflogen wäre, um dort auf Männerfang zu gehen. Die Grundlagen für eine unterhaltsame, wenn auch zum Teil mit platten und anstößigen Witzen ausgestattete Komödie ist gelegt.

Der Versuch, aus dem Mainstream auszubrechen

"Der Film war ganz solide, fünf von zehn Punkten" "Es waren leider nur Mainstream Popkultur Witze"

„Der Film war ganz solide, fünf von zehn Punkten“ „Es waren leider nur Mainstream Popkultur Witze“

Bis auf wenige Szenen reiht sich die als „Antiromantische Liebeskomödie“ betitelte Verfilmung dennoch in das Klischee deutscher Komödien ein. Die Handlung ist vorhersehbar, mit dem ein oder anderen versteckten Lacher geschmückt und endet natürlich – wie soll es anders sein – mit einem Happy-End. Dennoch bringt der Film an der ein oder anderen Stelle eine andere Facette zum Vorschein, um sich vom Mainstream der deutschen Filmographie abzuheben. Auch wenn diese keine neuen Ideen zu Tage bringen.

"Der Film war richtig gut, gerade die versteckten Witze."

„Der Film war richtig gut, gerade die versteckten Witze.“

So erinnert eine Szene in einem Club auf Mallorca eher an eine Version der Hangover-Reihe, nur dass man hier live dabei ist und nicht erst über die Bilder im Abspann die verdrängten Erlebnisse zu Gesicht bekommt.

Gelungene Auswahl der Schauspieler

"tolle Schauspieler, tolle Szenen, tolle Sprüche." "Zudem hatte man ganz schönes Kopfkino."

„tolle Schauspieler, tolle Szenen, tolle Sprüche.“ „Zudem hatte man ganz schönes Kopfkino.“

Dennoch ist der Film recht unterhaltsam und sorgt durch eigene Sprüche und witzige Charaktere für einen amüsanten Filmabend. Nicht zuletzt sind es die zahlreichen bekannten deutschen Schauspieler, die dem Film dann doch eine besondere Note und vor allem Abwechslung geben. Neben den Protagonisten Merlin und Jakob, die von Anja Knauer und Max von Thun gespielt werden, reihen sich auch der Switch-Comedien Max Giermann, der Kabarettist und Komiker Oliver Kalkofe als Frauenarzt und Ulrich Gebauer als Transvestit ein.

Der Film „Gut zu Vögeln“ ist ab heute im Cinestar Wolfenbüttel zu sehen.


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