Exklusiv: Löwentor-Eröffnung verschiebt sich auf Herbst 2019

20. Oktober 2017 von
Die regionalHeute.de Redakteure Werner Heise und Anke Donner sprachen mit iandus-Geschäftsführer Benedikt Schmidt-Waechter über die Entwicklungen beim Löwentor (v.l.). Foto: Marian Hackert
Wolfenbüttel. Wie geht es mit der Ex-Hertie-Immobilie, dem geplanten Löwentor, weiter? Benedikt Schmidt-Waechter, Geschäftsführer des verantwortlichen Entwicklers iandus, bezog gegenüber regionalHeute.de Stellung. Im Gespräch mit unseren Redakteuren Werner Heise und Anke Donner gab er erstmals einen neuen Eröffnungstermin preis.

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Ziel sei es, so Schmidt-Waechter, das Löwentor im Herbst 2019 zu eröffnen. Das sei ein realistisches Ziel, welches er sich selbst gesetzt habe und Bestandteil der Verträge mit Mietern sei. Eine Eröffnung im kommenden Jahr sei unrealistisch. „Eine Eröffnung 2018 wird nicht funktionieren. Es müssen viele Puzzleteile zusammengesetzt werden. Das hier ist nicht nur ein 1.000er Puzzle, sondern ein 10.000er“, so Schmidt-Waechter. Voraussichtlich im März des kommenden Jahres will man mit den Bauarbeiten beginnen, vorher rollen die Bagger für den Abriss an. Zuvor genannte Zeitpläne hierfür seien nicht von ihm öffentlich gemacht worden.

Mieter-Quote noch nicht erfüllt

„Wir sind hier sehr aktiv und wollen das Projekt gerne an die Startrampe bringen. Wir sind beinahe jede Woche in Wolfenbüttel und es gibt einen regelmäßigen Austausch mit der Stadt. Auch wenn man das von außen oft nicht sieht“, bekräftigt Schmidt-Waechter sein Engagement, welches er als Stadtreparatur beschreibt. „Wir sprechen hier von hohen Investitionen aus privater Hand. Und wenn ich nicht davon überzeugt wäre, dass es dieses Projekt wert ist, würde ich es nicht tun“, betont der iandus Geschäftsführer, der jeden Monat viele tausend Euro für das Projekt ausgebe. Aber es müssten eben auch bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sein, bevor solch ein Multi-Millionen-Projekt starten könne. Beispielsweise müsse eine bestimmte Mieter-Quote erfüllt sein. Hier habe er sich sowohl selbst als auch die Bank ihm eine gesetzt. Und noch seien nicht alle Flächen vermietet. Wie viele Mieter noch fehlen, das will Schmidt-Waechter aus strategischen Gründen nicht verraten. Das wäre schlecht für die Verhandlungen, könnte ihn unter Druck setzen, wenn jemand wisse, dass er der ausschlaggebende Vertragspartner sei – und am Ende gehe es dabei um Geld.

Wer zieht ins Löwentor?

Bisher ist bekannt, dass die Drogeriekette dm und die schwedische Modekette H&M in das Löwentor einziehen. Weitere Mieter möchte Schmidt-Waechter derzeit aus den beschriebenen strategischen Gründen nicht nennen.

Den Kunden soll später im Löwentor ein abwechslungsreicher Sortimentsmix aus den Bereichen Young Fashion, Mode, Schuhe, Bücher, Accessoires, Gesundheit, Drogerie, Sport, und Lebensmittel/Biolebensmittel sowie ein modernes Fitness-Studio angeboten werden. Zum Schlossplatz ist ein gastronomisches Konzept mit 130 Außen-Sitzplätzen und Blick auf das Schloss geplant.

„Spekulationen werfen uns um Runden zurück“

Schmidt-Waechter bittet um Vertrauen und Geduld. Es sei ihm sehr bewusst, dass die Ungeduld insbesondere bei den Bürgern groß ist und oft Zweifel und Spekulationen aufkommen. „Andere Unternehmen sind durch Indiskretion gescheitert. Und Spekulationen, die immer wieder auftauchen, werfen uns um Runden zurück. Denn ich muss mich dann vor Mietern und potentiellen Mietern rechtfertigen“, macht Schmidt-Waechter deutlich. Ein Zeitungsbericht über einen möglichen „Plan B“ habe besonders für Unruhe gesorgt.

Vor einer Entscheidung für das Löwentor habe man auch in andere Richtungen geschaut und verschiedene Möglichkeiten geprüft, die für den Standort Wolfenbüttel in Frage kommen würden. „Natürlich haben wir uns auch mit der Hotel-Frage beschäftigt. Ich bin häufig hier in Wolfenbüttel und weiß aus eigener Erfahrung, dass es da einen Bedarf gibt. Aber für uns war das Konzept, das wir jetzt fahren, besser“, erklärt Schmidt-Waechter im Gespräch mit unserer Online-Zeitung und bekräftigt, dass ein diskutierter „Plan B“ keine Chancen hätte.

Dem iandus-Geschäftsführer ist klar, dass die Wolfenbütteler bereits seit August 2009 mit dem leerstehenden Ex-Hertie-Gebäude leben. Er erinnert aber auch daran, dass sein Unternehmen erst vor zwei Jahren das Gebäude gekauft habe. Zuvor seien andere Entwickler involviert gewesen und dies sei nicht förderlich für seine Gespräche mit potentiellen Mietern. Schmidt-Waechter beschreibt die Zeitspanne aus seiner Sicht als normal, es sei nicht das erste Projekt das die Düsseldorfer entwickeln.

Kein Interesse an Bähr-Immobilie

In der kommenden Woche geht die Zwangsversteigerung der ehemaligen Bähr-Immobile in die zweite Runde. Doch Interesse hat die Düsseldorfer Unternehmensgruppe iandus an diesem Objekt zurzeit nicht, betont Schmidt-Waechter. Anderslautende Aussagen seiner Mitarbeiter seien möglicherweise falsch interpretiert wurden.

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