Anzeige

Einbrüche bekämpfen und verhindern: App „PreMap“ wird getestet

15. März 2017 von
Oberkommissar Daniel Arth mit einem der Tablets, auf denen PreMap von den Kollegen auf Streife aufgerufen werden kann. Foto: Antonia Henker
Anzeige

Region. In Salzgitter, Peine, Wolfenbüttel und Wolfsburg wird ein halbes Jahr lang die Einbruch-Vorhersage-App "PreMap" in den Streifenwagen getestet. regionalHeute.de ließ sich deren Funktionsweise in Salzgitter erklären.

Anzeige

Auf dem Tablet sind viele unterschiedliche farbige Gebiete angezeigt. Das geübte Auge der Polizisten, die bereits seit einem Monat mit der App arbeiten, erkennt sofort, dass hellere Gebiete in der „Heatmap“ risikoreichere Gebiete markieren. Dort sind in der Vergangenheit besonders viele Einbrüche geschehen. Mithilfe des sogenannten „predictive policing“, also der vorausschauenden oder vorhersagenden Polizeiarbeit, sollen Einbruchdiebstähle in der Region bekämpft werden. Da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass weitere Taten durch die Gewohnheitstäter in räumlicher und zeitlicher Nähe verübt werden, kann „PreMap“ mit der Kennzeichnung der Bereiche bei der Bekämpfung und Verhinderung von Einbrüchen helfen. Kreuze kennzeichnen die Einbrüche der letzten vier Wochen. Dabei wird längst nicht jeder Einbruch aufgenommen. Nur die Einbrüche, die einer bestimmen Merkmalskonzeption entsprechen. Bis zum Herbst wird in einer Pilotphase die App auf Tablets in den Streifenwagen in Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg getestet.

Gewohnheitstätern auf die Schliche kommen

Das Landeskriminalamt Niedersachsen, die Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen und die PTB haben sich zu diesem Projekt zusammengeschlossen. Die Polizeiarbeit auf diesem Gebiet hat sich geändert, das wiederholte Vorgehen von Gewohnheitstätern in ihnen bekannten Gebieten ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen. Ziel der (mobilen) Nutzung der Daten ist es, Einbrüche durch die Präsenz der Polizei zu verhindern und vielleicht auch einmal einen Glücksgriff zu haben.

Statistiken bestätigten die hohen Einbruchszahlen

Die vermehrten Einbruchdiebstähle der Vergangenheit, aber auch der Schutz der Opfer haben zu den neuen Methoden geführt. Wohnungseinbrüche hätten ähnliche Folgen für die Betroffenen wie Sexualdelikte, so der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Salzgitter Eckhard Häring. Diese Taten müssten bekämpft werden. Und Alexander Gluba vom Landeskriminalamt Niedersachsen meint, allein wenn die Tat verhindert werden könnte, sei schon ein wichtiger Schritt getan.

Die Nutzung der App erspart den Polizisten viel Zeit, die in die Erstellung von Karten und Übergaben gesteckt werden müsste. Auf diese Weise soll vor allem die Geschwindigkeit und der Kontakt der verschiedenen Stellen gefördert werden.

Anzeige
Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: wolfenbuettel@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-21
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztliche Bereitschaftspraxis: 05331-8553990
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenschutzhaus Wolfenbüttel: 05331-41188
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Hospizverein Wolfenbüttel: 0171/6226606
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Wolfenbüttel: 05331-9340
Landkreis Wolfenbüttel: 05331-840
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Stadt Wolfenbüttel: 05331-860
Strom-Gas-Wasser-Störungsstelle der Stadtwerke Wolfenbüttel: 05331-408111
Technisches Hilfswerk (THW) Wolfenbüttel: 05 33 1 / 96 99 40
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006