Ein neues Konzept für den KulturSommer?

12. Oktober 2017 von
Der Schlossinnenhof ist auch für größere Veranstaltungen geeignet. Foto: Archiv
Wolfenbüttel. In diesem Jahr konnte der KulturSommer aus baulichen Gründen nicht wie gewohnt im Schlossinnenhof stattfinden. Doch auch mit dem Standort vor dem Lessingtheater zeigt sich die Verwaltung sehr zufrieden. Sie hat daher ein neues Konzept erarbeitet, das beide Veranstaltungsorte einbindet. Dieses wird dem Kulturausschuss am 19. Oktober vorgelegt.

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Das Kulturbüro der Stadt fast die Vorteile des diesjährigen Standorts folgendermaßen zusammen:

  • Der KulturSommer 2017 hatte Festivalflair, da der Vorplatz des Lessingtheaters zentraler in der Stadt liegt als der Schlossinnenhof und der Veranstaltungsort durch die Anordnung von Bühne und Gastronomiezelten kompakter gestaltet ist.
  • Der Vorplatz wirkt insgesamt einladender und besitzt eine offenere Atmosphäre als der Schlossinnenhof. Aufgrund des kleineren Platzes, können auch unbekanntere Bands und Künstler engagiert werden. Der Platz vor der Bühne wirkt stets gut gefüllt. Im Schlossinnenhof hat man aufgrund der Weitläufigkeit oft den Eindruck, das Publikum „verläuft“ sich.
  • Die Technische Umsetzung, die Künstlerbetreuung sowie die gesamte Organisation sind, was die personellen und finanziellen Ressourcen betrifft, wirtschaftlicher und unkomplizierter zu organisieren, da auf die Infrastruktur des Lessingtheaters zurückgegriffen werden kann.
  • Die „Homegrown“-Reihe mit lokalen und regionalen Bands könnte fortgesetzt werden. Dieses Format ist im Schloss aus den oben genannten Gründen schwierig zu realisieren.
  • Bei den einzelnen Veranstaltungen waren durchschnittlich mehr Besucherinnen und Besucher als im Schloss.

Doch es gibt auch eine Reihe von Nachteilen zu verzeichnen:

  • Die Theaterproduktionen des langjährigen Partners, Nordharzer Städtebundtheaters, waren auf dem Vorplatz nicht machbar.
  • Größere Formate einiger KulturSommer-Partner, die auf Eintrittseinnahmen angewiesen sind, waren auf dem Vorplatz ebenfalls nicht realisierbar. Konkret betroffen waren der Verein bluenote e.V. mit der „Irischen Sommernacht“, der Kiwanis-Club mit einem Benefizkonzert und die Stadtjugendpflege mit dem Konzert „Exchange it!“. Das Serenadenkonzert des Kammerorchesters Wolfenbüttel fand in der St. Johanniskirche statt. bluenote wich in die Lindenhalle aus und der Kiwanis-Club nutzte die Bühne und Technik des Abiballs. Ein weiterer langjähriger Veranstalter, der Niedersächsische Chorverband beteiligte sich 2017 am Regionalen Musikfest und hatte keinen Termin im KulturSommer.
  • Vor dem Hintergrund, die lokale Kulturarbeit zu stärken, konnten diese Vereine und Initiativen die im Schloss bereitgestellte Infrastruktur und Technik bisher vergünstigt nutzen. Zudem wurden die Veranstaltungen durch die städtische Öffentlichkeitsarbeit mitbeworben und personell vom Kulturbüro begleitet.
  • Die direkten Eintrittseinnahmen verringerten sich, während die Gastronomieerträge gesteigert werden konnten.

Neues Zwei-Blöcke-Konzept

Die Neu-Konzeption des KulturSommers soll daher so aussehen, dass das Programm zukünftig in zwei Blöcken stattfindet, um die Vorzüge beider Veranstaltungsorte zu nutzen und um ein möglichst breites Spektrum an Veranstaltungen anbieten zu können. Der erste Block würde bei freiem Eintritt vor dem Theater stattfinden und vor allem Konzerte verschiedener Stilrichtungen mit Auftrittsmöglichkeiten für lokale Bands beinhalten.

Vorgehalten würde eine zirka 50 Quadratmeter große, überdachte Bühne sowie Gastronomieangebote. Folgende Wochenenden sind geplant: Fr, 13.07. bis So, 15.07.2018, Fr, 20.07. bis So, 22.07.2018 und Fr, 27.07. bis So, 29.07.2018.

Der zweite Block würde Aufführungen des Nordharzer Städtebundtheaters (Musical, Operette, Kindertheater) im Schlossinnenhof zum Ende der Sommerferien beinhalten. Wie bisher soll dafür Eintritt erhoben werden. Das Schloss dient dann als Kulisse, die Zuschauer würden auf einer nicht-überdachten Tribüne sitzen, Getränke- und Snackverkauf in reduzierter Form vom Service des Lessingtheaters angeboten werden.

Nutzung der Abiball-Bühne?

Auch weiterhin will das Kulturbüro ein verlässlicher Partner für lokale Akteure sein. Um die bisherigen Partner bei der Realisation ihrer Vorhaben zu unterstützen, wäre es deshalb denkbar, die Bühne, die zum Ende des Schuljahres für den Abiball im Schlossinnenhof errichtet wird, länger stehen zu lassen und den Organisationen zur Verfügung zu stellen. Die durch die längere Nutzungszeit entstehenden Mehrkosten könnten beispielsweise von städtischer Seite getragen werden. Allerdings müsste die darüber hinausgehende Infrastruktur und Organisation, wie Gastronomie, Werbung, Reinigung und personelle Betreuung, von den Veranstaltern selbst übernommen werden.

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