„Ein Abend der Liebe“ mit Dieter Thomas Kuhn

10. Juli 2017 von
Dieter Thomas Kuhn fühlte sich in der Wolters Brauerei sichtlich wohl. Fotos: Alexander Dontscheff
Braunschweig. Eine Schlagerparty der ganz besonderen Art erwartete die Besucher des Open Airs im Wolters Hof am Sonntagabend. Dieter Thomas Kuhn und seine Band spielten alle alten Klassiker in ihrem ganz speziellen Gewand.

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Schon eine Stunde vor Konzertbeginn war der Wolters Hof gut gefüllt. Gut gelaunte Menschen – zu meist in bunten Kleidern – sind voller Vorfreude. „Das wird ein Abend der Liebe – wir sind der bunte Block als Gegenpol zu dem, was am Wochenende in Hamburg passiert ist“, bekommt man von den Fans zu hören. Andere erwarten eine „feucht fröhliche Party mit richtig guter Musik und Klassikern für alle“. Auch werden „fliegende Sonnenblumen und Büstenhalter“ prognostiziert – und natürlich, dass fleißig mitgesungen wird.

Da die meisten Befragten erfahrene Dieter Thomas Kuhn-Fans sind, bewahrheitet sich dies alles im Laufe des Konzertes. Zunächst einmal zeigt sich der Sänger von der Idee begeistert, mitten in einer Brauerei zu spielen, da Bier eines der bevorzugten Getränke der Band sei. Der Plan, demnächst eine Brauerei-Tour auf die Beine zu stellen ist schnell gefasst. Die Fans werden mit unsterblichen Hits wie „Schön ist es auf der Welt zu sein“, „Griechischer Wein“ oder „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ versorgt – natürlich in der dynamischen Kuhn-Version, aufgepeppt mit Rock-, Ska oder Funk-Elementen. Doch auch die ruhigen Momente wie „Am Tag als Conny Kramer starb“ oder „Der Junge mit der Mundharmonika“ kommen gut an.

Die Vorfreude bei den Fans war groß.

Zwischendurch erzählt Dieter Thomas Kuhn immer wieder lustige Anekdoten – etwa als er auf einem SM-Boot fünf Stunden lang mit Handschellen an die Reling gefesselt wurde oder von der VHS-Session im neuen japanischen Tourbus mit Videokassetten von Teresea Orlowski. Doch wesentlich mehr erotisiert habe ihn der Moment, als das Publikum das folgende „Über den Wolken“ eigenständig ganz ohne ihn und die Band zu Ende singt. Nicht der einzige Moment, an dem die Zuschauer selbst aktiv werden. Als mitten in Peter Alexanders „Die kleine Kneipe am Ende der Straße“ Pause für eine Runde Ramazzotti gemacht wird, stimmt das Publikum spontan ein „Oh wie ist es schön“ an. Der Dank der Band, dass auch mal für sie gesungen wird, folgte prompt.

Die Band hatte das Publikum gut im Griff.

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