Anzeige

Die Linke fordert: Kein Geld mehr für BC Tigers

7. Dezember 2017 von
Die Linke sieht derzeit keinen Ausreichenden Schutz für die Jugendlichen. Foto: Alexander Panknin; regionalHeute.de
Anzeige
Salzgitter. Die Linke will dem in Verruf geratenen Boxverein Tigers den Geldhahn zudrehen. Die Förderung sei besser in Kita- und Hortausbau investiert, der Jugendschutz bei den Tigers sei zu unsicher. Die Fraktion reichte einen entsprechenden Haushaltsantrag ein.

Anzeige

Nach den Vorwürfen wegen sexuellen Missbrauchs an einem Mädchen im Verein gegen den ehemaligen Vorsitzenden der BC Tigers, hatte es eine ganze Weile gebraucht, bis das Thema auch in der Öffentlichkeit diskutiert wurde. Immerhin handelte es sich bei dem Verein um ein „Leuchtturmprojekt“ der Stadt, besonders wegen der integrativen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. So hatte der ehemalige Vorsitzende Abdullah Kocer 2015 sogar noch den Integrationspreis der Stadt Salzgitter von Oberbürgermeister Frank Klingebiel entgegennehmen dürfen.

Die ersten Meldungen über die Vorwürfe wurden demnach erst sehr verhalten thematisiert und es dauerte eine Weile, bis auch die Fördergelder zur Sprache kamen, die der Verein jährlich für seine Arbeit einstreichen durfte – immerhin stattliche 250.000 Euro. Der Rat der Stadt beschloss die Gelder vorerst auszusetzen, sollte der Verein nicht grundlegende Maßnahmen treffen, um den Jugendschutz zu gewährleisten.

Linke will Fördergelder streichen

Und dies ist für die Linke trotz Wechsel des Vereinschefs zu unsicher, wie Hermann Fleischer im Gespräch mit regionalHeute.de erklärte. So sei es zum Beispiel fraglich, wieso erst der Niedersächsische Boxverband eingreifen musste, bis die neue Vereinsführung die Kündigung des betroffenen Mädchens akzeptierte und die notwendigen Papiere aushändigte

„Bei dem ehemaligen Vorsitzenden und dem aktuellen Vorstand des Vereins besteht die Frage, ob sie die hinreichende Gewähr bieten, dass die Anforderungen an den Jugendschutz und die Beachtung der Rechte von Schutzbefohlenen jederzeit ausreichend gewährleistet sind“, so formuliert die Linke ihre Bedenken in besagtem Haushaltsantrag.

Lesen Sie auch

Kocer abgesetzt: Neuer Vorstand bei BC-Tigers nach Sex-Vorwürfen

Stadtrat: Kein Geld für BC Tigers nach Sex-Vorwürfen

Verband greift ein: Tigers muss Startausweis aushändigen

BC Tigers: LandesSportBund erschüttert über Missbrauchsvorwurf

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: wolfenbuettel@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-21
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztliche Bereitschaftspraxis: 05331-8553990
Elterntelefon: 0800 111 0 550

Deutsches Rotes Kreuz
- Servicestelle: 05331/ 9750 200
- Tafel: 05331/ 94 86 55
- Kleiderkammer: 05331/ 927 846 4
- ITZ: 05331/ 927 847-0
- Solferino: 05331/ 927 84 2880
- Pflege+Betreuung: 05331/ 9750 714
- Rettungsdienst: 05331/ 9750 612

Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenschutzhaus Wolfenbüttel: 05331-41188
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Hospizverein Wolfenbüttel: 0171/6226606
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Wolfenbüttel: 05331-9340
Landkreis Wolfenbüttel: 05331-840
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Stadt Wolfenbüttel: 05331-860
Strom-Gas-Wasser-Störungsstelle der Stadtwerke Wolfenbüttel: 05331-408111
Technisches Hilfswerk (THW) Wolfenbüttel: 05 33 1 / 96 99 40
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006