Anzeige
Anzeige

21. Januar 2015
Cremlinger Wehr gibt Hochwassermedaille zurück

Entweder alle oder keiner: Die Cremlinger Feuerwehr-Kameraden geben ihre Hochwassermedaille zurück, da nur sechs der zehn am Einsatz Beteiligten ausgezeichnet wurden. Foto: Niedersächsische Staatskanzlei
Anzeige

Cremlingen. Die Kameraden der Cremlinger Feuerwehr sind verärgert. Am vergangenen Freitag machten sie ihrem Ärger Luft und kündigten die Rückgabe der den Helfern verliehenen Niedersächsischen Hochwassermedaille an. Was war nur geschehen?


Anzeige

Bei dem Hochwasserereignis im Jahr 2013 im Raum Landkreis Lüchow-Dannenberg waren zehn Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr im Rahmen eines Einsatzes der Kreisfeuerwehrbereitschaft beteiligt. Die daraufhin vom Land Niedersachsen ausgelobte Hochwassermedaille erreichte allerdings nur sechs der zehn am Einsatz beteiligten Kameraden. Mehrmaliges nachfragen bei den zuständigen Stellen habe, so Ortsbrandmeister Matthias Buhse, nicht dazu geführt, dass die restlichen Auszeichnungen nachgeholt wurden. Aus diesem Grund hätten sich auch die anderen ausgezeichneten Kameraden dafür entschieden, die Auszeichnung nicht anzunehmen und sie an das Land zurückzusenden. Dies wurde in einem Schreiben dem Ministerpräsidenten Stephan Weil auch so mitgeteilt.

Per Einschreiben nach Hannover

Am Montag gingen die Medaillen per Einschreiben zurück nach Hannover. „Wir haben ein Jahr lang abgewartet, immer wieder hinterher telefoniert, nun sind wir es leid“, so der Ortsbrandmeister. Den Fehler sieht er nicht bei der Feuerwehrführung im Kreis oder beim Landkreis. Der müsse seiner Meinung nach „weiter oben“ passiert sein. Immerhin hätten auch bei anderen Wehren Medaillen gefehlt. Diese seien jedoch mittlerweile alle nachgeliefert worden. Nur die Cremlinger seien eben leer ausgegangen.

Kreisbrandmeister ist betrübt

Tobias Thurau foto Thorsten Raedlein

Tobias Thurau. Foto: Thorsten Raedlein

Kreisbrandmeister Tobias Thurau zeigte sich ob der Entscheidung der Cremlinger Wehr, die Medaillen zurückzuschicken, betrübt. „Die Art und Weise ist etwas unglücklich“, so Thurau auf Nachfrage von WolfenbüttelHeute.de. Ihm wäre eine interne Aufarbeitung des Ärgers lieber gewesen. Denn: Wo am Ende der Fehler lag, könne er aktuell auch nicht sagen. Fakt sei jedoch, dass die Medaillen anhand von Einsatzlisten vergeben wurden. Ob hier vielleicht schon was schief gelaufen sei, wisse er nicht.


Zurück zur Titelseite Artikel drucken

Anzeige