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Berufsfeuerwehren am Limit: Überstunden gehören zum Tagesgeschäft

2. Januar 2018 von
Die Berufsfeuerwehren in der Region leisten jährlich unzählige Überstunden. regionalHeute.de zeigt, welche Feuerwehr wie viele Stunden leistet. Symbolfoto: Sandra Zecchino
Region. Die Berufsfeuerwehren in der Region bewegen sich am Limit. Zu den täglichen, anstrengenden Einsätzen kommen Personalengpässe und Überstunden. regionalHeute.de stellt die geleisteten Stunden der Berufsfeuerwehren Salzgitter, Braunschweig und Wolfsburg gegenüber.

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In Niedersachsen gibt es derzeit elf Berufsfeuerwehren, drei davon befinden sich in unserer Region. Die Städte Salzgitter, Wolfsburg und Braunschweig müssen aufgrund ihrer Einwohnerzahl (mehr als 100.000) eine Berufsfeuerwehr stellen. Die Aufstellung, Ausrüstung und Unterhaltung obliegt der zuständigen Stadtverwaltung. Alle Berufsfeuerwehren, wie auch die Freiwilligen Wehren, sind zuständig für den abwehrenden und vorbeugenden Brandschutz, die Hilfeleistung bei Notständen und Unglücksfällen und für den Katastrophen- und Zivilschutz. Doch die Berufsfeuerwehren unserer Region eint noch mehr als „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“. Sie reißen jährlich Überstunden ab – und das nicht zu knapp. 

Salzgitter: 47.000 Überstunden 

Erst kürzlich gab die Stadt Salzgitter bekannt, dass die Kräfte der Berufsfeuerwehren überlastet sind und Überstunden zur Tagesordnung gehören. Die Kameraden der Berufsfeuerwehr Salzgitter werden in diesem Jahr insgesamt auf rund 47.000 Überstunden kommen. Hinzu kommen 26 unbesetzte Stellen und eine Hand voll Überlastungsanzeigen. Mit den Überstunden sei es in den vergangenen Jahren immer eine Berg- und Talfahrt gewesen. Jetzt gerade würde man sich eher auf einer Spitze befinden, diesbezüglich habe man allerdings schon reagiert und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. Durch die Schaffung neuer Stellen soll nun versucht werden, die Arbeitslast besser in den Griff zu bekommen. Weiterhin läuft ein sukzessiver Abbau der geleisteten Überstunden durch Freistellung der Kameraden, ließ die Stadt Salzgitter wissen. Jährlich ist die Feuerwehr rund 30.000 Mal im Stadtgebiet sowie angrenzenden Gebietskörperschaften im Einsatz.

Braunschweig: 18.000 Überstunden 

Ähnlich sieht es in Braunschweig aus. Auch hier häufen sich mehr Stunden an, als das Personal im Normalfall ableisten kann. Wie Braunschweigs Feuerwehr-Chef Torge Malchau kürzlich erklärte, hatten sich noch zum Ende des Jahres 2013 22.280 Überstunden angesammelt. 2014 konnten diese nur leicht abgebaut werden. Im darauffolgenden Jahr wurden weitere 7.628 Überstunden neu aufgebaut. Dann habe man den Kameraden eine Auszahlung angeboten. So wurden letztlich 12.085 Überstunden getilgt. Im vergangenen Jahr hatten sich bis zum 31. Dezember 2016 18.561 Überstunden angehäuft. Bei der Berufsfeuerwehr Braunschweig sind insgesamt 360 Feuerwehrfrauen- und Männer beschäftigt – 60 davon befinden sich ständig im Dienst.

Wolfsburg: 15.000 Überstunden

Auf Nachfrage von regionalHeute.de berichtete Elke Wichmann, Pressesprecherin der Stadt Wolfsburg, dass es bei der Berufsfeuerwehr Wolfsburg derzeit neun unbesetzte Stellen gibt. Allerdings handele es sich hierbei überwiegend um Beförderungsstellen, bei denen das Auswahlverfahren und somit die Nachbesetzung noch nicht abgeschlossen sei. Im Gegensatz zu Braunschweig habe es auch noch keine Überlastungsanzeigen gegeben.

2014 haben die Mitarbeiter pro Kopf durchschnittlich drei Überstunden geleistet. Die niedrige Anzahl beruhe allerdings auf der Auszahlung von geleisteten Überstunden. 2015 wurden bereits durchschnittlich pro Mitarbeiter 33 Überstunden geleistet. 2016 gab es dann einen weiteren sprunghaften Anstieg auf durchschnittlich 88 Überstunden pro Mitarbeiter. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte sich somit eine ähnlich hohe Überlastung wie in der Löwenstadt einstellen, teilt die Stadt Wolfsburg mit. Die Berufsfeuerwehr Wolfsburg besteht aus 179 Einsatzkräften. Pro Jahr werden die Kräfte zu etwa 20.000 Einsätzen gerufen. 

 

 

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