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ASSE: Bürgermeister wirft Ministerin Augenwischerei vor

13. August 2015 von
Bügermeister Thomas Pink wirft Ministerin Hendricks Augenwischerei vor und ist verwundert und erschüttert über die Reaktion des Bundestagsabgeordneten Lagosky. Foto: Archiv/ Anke Donner

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Wolfenbüttel. Die Stadt Wolfenbüttel hält an ihrer Forderung zur generellen Schacht Konrad-Neubewertung fest, wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilt. Bürgermeister Thomas Pink reagiert damit auf die Äußerungen von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks von Mittwoch zur Asse und Schacht Konrad (RegionalWolfenbüttel.de berichtete).


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Als „Ausdruck der Orientierungslosigkeit“ wertet Wolfenbüttels Bürgermeister Thomas Pink die Äußerungen von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, den im maroden Bergwerk Asse II eingelagerten Atommüll im Falle einer Bergung vielleicht doch nicht in den benachbarten Schacht Konrad bringen zu lassen. „Was will sie uns damit sagen?“, fragt der Rathauschef in seiner Mitteilung.

„Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen. Die Ministerin kündigt groß an, den Atommüll aus der Asse nicht nach Salzgitter karren zu lassen, sagt aber im gleichen Atemzug, dass sie nicht versprechen könne, das er nicht doch irgendwann im Schacht Konrad eingelagert werde. Also ich nenne das Augenwischerei“, erklärt Pink erbost. „Wir lassen uns hier nicht länger vertrösten.“

Umso verwunderter und gleichsam erschüttert nimmt er insbesondere die Reaktion des regionalen Bundestagsabgeordneten Uwe Lagosky (CDU) zur Kenntnis (RegionalWolfenbüttel.de berichtete). „Er bejubelt öffentlich die Erklärung der Ministerin, obwohl für die Region, deren Interessen er als Mandatsträger vertreten sollte, die Kuh noch lange nicht vom Eis ist.“

Thomas Pink. Foto: Thorsten Raedlein

Thomas Pink. Foto: Thorsten Raedlein

„Wir lassen uns nicht länger vertrösten“

Als Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel werde Thomas Pink weiter für eine völlige Neubewertung von Schacht Konrad in der Endlagerdiskussion kämpfen und damit auf die Erfüllung einer Resolution des Rates der Stadt pochen. Weder das Asse-Problem, noch – quasi um die Ecke – Morsleben seien gelöst. Nun möchte die Bundesregierung Fakten schaffen, oder, wie Lagosky so schön sagt „mit Hochdruck an der Realisierung des Endlagers Schacht Konrad“ arbeiten. „Das geht völlig an den Interessen der Menschen und der betroffenen Kommunen vorbei“, schimpft Pink erbost. Besonders irritierten ihn die letzten Äußerungen aus Bayern, in denen man generell eine Beteiligung an einer Endlagersuche ablehne.

Die Stadt wird kein Atommülllager Schacht Konrad akzeptieren, und schon gar nicht eine mögliche spätere Erweiterung durch die Hintertür nach der Inbetriebnahme. „Gemeinsam mit Salzgitter und anderen Kommunen der Region werden wir weiter aktiv und hartnäckig bleiben“, unterstreicht Pink. Den Abgeordneten fordert er auf, sich dieser Sichtweise anzuschließen und damit die Interessen der Bürger und Kommunen dieser Region zu vertreten.


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