Antwort auf Leserfrage: Wann rückt welche Feuerwehr aus?

20. April 2017 von
Ein Leser wollte wissen, wann welche Feuerwehr zu einem Einsatz ausrückt. regionalHeute.de ist der Frage nachgegangen und hat Kurt Jakobi, Ortsbrandmeister von Wolfenbüttel, gefragt. Symbolfoto: Werner Heise
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Wolfenbüttel. Nach der Brandserie in Wolfenbüttel in der Nacht zum Ostermontag erreichte die Redaktion von regionalHeute.de eine Leser-Anfrage. Ein Leser wollte wissen, wie die Zuständigkeiten der Freiwilligen Ortsfeuerwehren bei Einsätzen geregelt sind.

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Grund für die Nachfrage war die Einsatzverteilung der Wehren bei den Bränden am Osterwochenende. Unser Leser bezieht sich vor allem auf einen Container-Brand am real-Markt in der Nacht zum Ostermontag.

Mit Freude über die Bereitschaft der Rettungskräfte habe ich den Löscheinsatz aus der Ferne teilweise erahnen und hören können. Als ich die Feuerwehrfahrzeuge jedoch über die Halchtersche Straße fuhren sah, konnte ich an dem Aufdruck der Fahrzeuge erkennen, dass es sich um die Freiwillige Feuerwehr Linden handelt. Als Bekannter einiger Halchteraner wunderte ich mich jedoch, weshalb nicht auch, beziehungsweise nur die Feuerwehr aus dem Ortsteil Halchter zu dem glücklicherweise nur kleinen Brand ausgerückt ist. Schließlich müsste die Ortsfeuerwehr alleine aufgrund der geringen Entfernung theoretisch wesentlich schneller vor Ort sein…“, schrieb unser Leser. 

Dieser Frage gingen wir gerne nach und fragten Wolfenbüttels Ortsbrandmeister Kurt Jakobi, ob es eine Art Plan gibt, nach dem die Wehren alarmiert werden und ausrücken. Speziell bei dem Brand am Kaufhaus. Jakobi erklärte dazu: „Da die Feuerwehr Linden bereits zu Containerbränden im Ortsteil Linden eingesetzt war, welche jedoch soweit zum Zeitpunkt des Einsatzes bei real Kauf abgearbeitet waren und die Integrierte Regional Leitstelle in Braunschweig uns ein weiteres Feuer am Ärztehaus gemeldet hat, entschied der Brandmeister vom Dienst, die Feuerwehr Wolfenbüttel am Ärztehaus und die Feuerwehr Linden bei real-Kauf einzusetzen.“

Ausrüstung und Ausrückordnung

Wolfenbüttels Ortsbrandmeister Kurt Jakobi.

Hinzu kommt, dass die Ausrüstung der Fahrzeuge eine große Rolle dabei spielt, zu welchen Einsatzstellen alarmiert wird. So folgen die Wehren bei Einsätzen der Alarm- und Ausrückeordnung, kurz AAO. „Die Alarmierung der Feuerwehren in der Stadt Wolfenbüttel erfolgt nach der AAO und einer Ausrückfolge nach Ausstattung der Ortsfeuerwehren, sowie der Einsatzbereitschaft in Absprache mit der Integrierten Regionalleitstelle. Die AAO wurde von den jeweiligen Ortsbrandmeistern und dem Stadtbrandmeister festgelegt. So ist in der AAO festgelegt, dass wenn nötig als Verstärkung der Feuerwehr Wolfenbüttel grundsätzlich die Ortsfeuerwehr Linden als Stützpunktfeuerwehr (Zugstärke mit drei Feuerwehrfahrzeugen) alarmiert wird“, so Kurt Jakobi .

Weiter sei festgelegt, dass bei einer Feuermeldung grundsätzlich ein Feuerwehrfahrzeug mit einem fest eingebauten Wassertank zum Einsatz kommt. Die im Leserbriefschreiben benannte Feuerwehr verfüge jedoch über ein Fahrzeug ohne Wassertank. Deshalb sei die Wehr aus Linden angerückt. Generell würden aktuell als Einsatz- und Ausrückbereich die Grenzen der Kernstadt, beziehungsweise der Ortsteile gelten, welche direkt an die Kernstadt grenzen.

AAO soll angepasst werden

Die Feuerwehren der Stadt Wolfenbüttel würden sich in einem Arbeitskreis mit der Anpassung der AAO befassen, erklärt Jakobi weiter. Dabei soll auch geprüft werden, in wie weit Randbereiche der Kernstadt, welche näher an Ortsfeuerwehren gelegen sind, zukünftig zusätzlich zur Feuerwehr Wolfenbüttel auch von den Ortswehren (in Abhängigkeit vom Einsatzstichwort der Ausrüstung und der Alarmbereitschaft) angefahren werden können.

Kurt Jakobi erklärt abschließend, dass die Feuerwehr Wolfenbüttel nicht nur in der Not zur Seite steht. „Sehr gerne würden wir uns die Zeit nehmen, Bürgern die Feuerwehr näher zu erläutern und Fragen zu beantworten.“

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