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31. Dezember 2015
„2015 als Epochenjahr“ – Landrätin blickt auf das Jahr zurück

Landrätin Christiana Steinbrügge über die Herausforderungen des Jahres. Foto: Privat

Wolfenbüttel. Das neue Jahr steht vor der Tür, womit auch wieder neue Herausforderungen und neue Aufgaben auf einen zukommen. Bevor es so weit ist und das Jahr 2015 abgeschlossen wird, verdient es aber auch nochmal einen Blick zurück. Was waren die größten Herausforderungen? Was lief gut und was lief weniger gut? regionalWolfenbüttel.de hat diese Fragen auch Landrätin Christiana Steinbrügge gestellt.


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Was waren die größten Herausforderungen für Sie als Landrätin im Jahr 2015?

Christiana Steinbrügge: „Der Zustrom an Flüchtlingen ist das alles überragende Thema dieses Jahres und hat uns seit dem Herbst als tägliche Herausforderung intensiv beschäftigt. Schon heute lässt sich sagen, dass das Jahr 2015 als Epochenjahr in Erinnerung bleiben wird. Es zeigt sich, dass wir uns in Deutschland und in Europa nicht abkoppeln können von den Krisen und Katastrophen in anderen Regionen der Erde. Die Folgen sind unmittelbar spürbar und betreffen uns ganz konkret: Wir werden bis zum Jahresende mehr als 1000 Flüchtlinge im Rahmen der Amtshilfe bei uns aufgenommen haben. Davon sind rund zwei Drittel gleich weitergezogen, knapp 400 sind geblieben. Aktuell leben rund 1.400 Flüchtlinge und Asylbewerber im Landkreis Wolfenbüttel.“

Was sehen Sie als Ihre größten Erfolge im Jahr 2015?

Christiana Steinbrügge: „Ich bin sehr froh darüber, dass wir die geflüchteten Menschen nach wie vor angemessen unterbringen können. Die Belegung von Turnhallen oder gar Zelten sind bei uns erfreulicherweise bisher kein Thema. Seit Mitte Oktober mussten wir als Landkreisverwaltung schnell und unbürokratisch handeln. Die Krisensituation hat gezeigt, dass wir zügig improvisieren, organisieren und kooperieren können, wenn es darauf ankommt. Das haben wir aber nur geschafft, weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Verwaltungen des Landkreises und der Kommunen so gut mitgezogen haben. Darüber hinaus haben die Hilfsorganisationen, die Feuerwehr und viele Helferinnen und Helfer vor Ort Großartiges geleistet. Das kann gar nicht oft genug gesagt werden. Insofern kann ich dies alles nicht als persönlichen Erfolg verbuchen. Nur gemeinsam sind wir stark, und das soll auch so bleiben.“

Gab es Dinge, die nicht so geglückt sind, wie Sie sich das vorgestellt hatten?

Christiana Steinbrügge: „Das möchte ich so nicht sagen. Allerdings hat es ja bekanntlich innerhalb der Asse-2-Begleitgruppe Störungen gegeben, die ein konstruktives Miteinander aller Beteiligten nicht mehr möglich machten. Daher meine Entscheidung, den Begleitprozess vorübergehend auszusetzen. Mittlerweile haben wir die inhaltliche Arbeit wieder aufgenommen. Darüber hinaus hat die Stiftung Zukunftsfonds Asse mit ihrer Arbeit begonnen. Mit den Mitteln aus dem Zukunftsfonds stehen uns zusätzliche Gelder zur Verfügung, um unsere Region strukturell voranzubringen. Das finde ich erfreulich.“


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