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100 Tage im Amt – Olaf Glaeske und Marco Dickhut zogen Bilanz

10. März 2018
Olaf Glaeske und Marco Dickhut zogen Bilanz. Foto: Stadt Wolfenbüttel/Raedlein.
Wolfenbüttel. Seit dem 1. Dezember 2017 sind Olaf Glaeske als Stadtbrandmeister und Marco Dickhut als stellvertretender Stadtbrandmeister nun im Amt. Zeit, um eine kurze Bilanz zu ziehen.

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„Wir haben sofort damit begonnen, uns intensiv in die verschiedensten Themenbereiche einzuarbeiten“ berichtet Glaeske. Dazu gehörte es auch, neben den täglichen Aufgaben an allen Jahreshauptversammlungen teilzunehmen. „Einhundert Tage im Amt bedeutet, dass wir nun seit über drei Monaten in unserem ganz eigenen Wörterbuch die Reihenfolge der Wörter unter dem Buchstaben F korrigiert haben, denn das Wort Familie musste leider oft ein wenig nach hinten geschoben werden“ merken die beiden an. Das Wort „Freizeit“ sei fast ganz gestrichen und die Worte „Feuerwehr“ und „Fleiß“ gehörten nun immer ganz nach oben. „Das war uns aber natürlich vorher bewusst und hat uns nicht unerwartet getroffen“ informieren Glaeske und Dickhut weiter.  

Katastrophenalarm beim Hochwasser der Oker

Das zurückliegende Jahr habe sich als sehr ereignisreich herausgestellt, so der 50-jährige Stadtbrandmeister. Die Übergabe des neuen Löschgruppenfahrzeugs und der Anbau des Feuerwehrhauses in Linden, die Gründung der Kinderfeuerwehren in Salzdahlum und Wolfenbüttel, all dies wären Highlights des Jahres 2017 gewesen. „Im Juli wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt Wolfenbüttel der Katastrophenalarm festgestellt, als die Oker über die Ufer trat und große Bereiche des Stadtgebiets unter Wasser setzte“ bilanziert Marco Dickhut und Olaf Glaeske ergänzt „dabei zeigte sich was Feuerwehr bedeutet, alle 11 Ortsfeuerwehren der Stadt arbeiteten, gemeinsam Hand in Hand, bis zur Erschöpfung. So hatten wir die Lage im Griff und konnten schlimmeres verhindern. Unser großer Dank gilt in diesem Zusammenhang allen Einsatzkräften, aber auch der Bevölkerung für ihre Unterstützung“. Leider hatten die Ortsfeuerwehren sich das ganze Jahr über noch dazu mit Brandstiftungen zu beschäftigen, die sich auch im neuen Jahr fortgesetzt haben.

Erfreulicher Mitgliederzuwachs

Erfreulicherweise steigen die Mitgliederzahlen an: „es gab im Vergleich zu 2016 eine neunprozentige Steigerung der Anzahl aktiver Feuerwehrleute“ berichtet Dickhut. Auch die Kinder- und Jugendfeuerwehren haben Zuwachs bekommen – 18 Prozent mehr Zehn- bis 16-Jährige haben sich die Feuerwehr als Hobby ausgesucht.

„In diesen ersten hundert Tagen haben wir bereits einige Dinge auf den Weg gebracht. Wichtig war uns zuallererst, dass alle diejenigen, mit denen wir in der Zukunft eng zusammenarbeiten wollen, wissen, woran sie bei ihrem neuen Stadtbrandmeister und seinem Stellvertreter sind“ merken die die beiden an, „dazu haben wir uns den Feuerwehrmitgliedern in den Jahreshauptversammlungen aller elf Wolfenbütteler Ortsfeuerwehren vorgestellt und auch viele Gespräche mit der Stadtverwaltung geführt“. An dieser Stelle solle nicht unerwähnt bleiben, dass das Vertrauen und die Unterstützung, die sie als Feuerwehr bei „unserer“ Stadt Wolfenbüttel genießen, weit über ihre Erwartungen hinausginge, lautet das Resümee. „Aber auch in vielen Gesprächen mit unseren Feuerwehrleuten stellen wir einen großen Zuspruch fest und nahezu jeder ist bereit, mitgenommen zu werden“ sagt Dickhut.

Blick in die Zukunft

Auch das Thema der Ausstattung mit Dienstbekleidung und der Einsatzausrüstung war ein Thema für die beiden Feuerwehrchefs, „wir haben hier eine tragfähige und hoffentlich zukunftssichere Lösung etabliert“. Auch den finanziellen Mitteln gilt es, Aufmerksamkeit zu schenken: „Ein wichtiges Thema war, ist und bleibt der wirtschaftliche und zielgerichtete Einsatz der finanziellen Mittel, die uns die Stadtverwaltung und die Politik zur Verfügung stellen“ so Olaf Glaeske. In diesem Zusammenhang haben er und Dickhut bereits im Dezember gemeinsam mit den Führungen der Ortsfeuerwehren eine Entscheidung über die Beschaffung eines neuen Rüstwagens für technische Hilfeleistungen herbeiführen können.

„Dieser Rüstwagen wird nun von dem dafür zuständigen Fachbereich der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel akribisch geplant, so dass die Ausschreibung bald starten wird“ freut sich Dickhut. Und eine Erreichbarkeit und Transparenz sei zukünftig möglich, denn seit Januar führten der Stadtbrandmeister und sein Stellvertreter eine wöchentliche Sprechstunde für die Mitglieder der Ortsfeuerwehren ein. „Dort stellen die Feuerwehrleute nicht nur Fragen, sondern bringen auch ihre Ideen und Vorstellungen mit ein. Es freut uns sehr, dass die Akzeptanz dieser Sprechstunde unsere Erwartungen bei weitem übertroffen hat“.

Noch viel vor

100 Tage – kein Zeitraum, nach dem eine Pause eingelegt werden sollte. „Stattdessen haben wir uns für dieses Jahr noch viele Themen auf die Arbeitsliste geschrieben, die wir angehen möchten: Die bedarfsgerechte Planung des Brandschutzes in der Stadt Wolfenbüttel wird hier noch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Es müssen Schutzziele definiert und Wege gefunden werden, wie diese Ziele im Sinne der Sicherheit nicht nur unserer Bürgerinnen und Bürger, sondern auch unserer Einsatzkräfte erreicht werden können. Eine solche Bedarfsplanung kann sich auf die zukünftige Fahrzeugstruktur oder die Ausstattung der Feuerwehrwehrhäuser, aber auch auf unsere Alarm- und Ausrückeordnung auswirken“ blicken Glaeske und Dickhut in die Zukunft. Und auch die Planungen für eine einheitliche, gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit aller elf Ortsfeuerwehren seien weit vorangeschritten und würden in Kürze dem Stadtkommando vorgestellt werden. „Zudem sind wir als Stadtfeuerwehrführung speziell in diesem Wolfenbütteler Jubiläumsjahr auch in die Sicherheitsplanungen für die verschiedenen Großveranstaltungen eingebunden“ informiert Olaf Glaeske. 

Vieles sei noch in der Planung, manche Idee sicherlich nicht einmal geboren. „Mit den Ämtern des Stadtbrandmeisters und des Stellverteters haben wir Aufgaben übernommen, die neben viel Zeit auch eine gehörige Portion Verantwortungsbewusstsein, Übersicht und Fingerspitzengefühl erfordern. In einem aber sind wir uns sicher: Wir bleiben dran, wir bleiben motiviert und wir setzen uns sein. Bei all dem wollen wir aber nicht vergessen, unseren Amtsvorgängern Rüdiger Hartmann und Detlev Gliese unseren Dank auszusprechen, die die Stadtfeuerwehr bis 2017 geleitet haben“ lautet der abschließende Satz der beiden neuen Stadtfeuerwehr-Führungskräfte.

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